Verkehrssicherheit in Wien: Auf Bilanz folgen neue Initiativen

Auch 2003 wird aktiv gegen Unfallschwerpunkte vorgegangen

Wien (OTS) - Letztes Jahr waren in Wien 5281 Unfälle mit Personenschäden zu verzeichnen, bei denen 6716 Menschen verletzt und von diesen 45 getötet wurden. In ganz Österreich und auch in Wien stiegen somit die Unfallzahlen gegenüber 2001 an, wenn auch der Anstieg aufgrund der verstärkten Berücksichtigung von Nachtragsmeldungen nicht so stark ausfällt, wie es in den Grafiken auf den ersten Blick erscheint. Zieht man die gleiche Berechnungsmethode wie in den Vorjahren heran, ist das Unfallgeschehen 2002 gegenüber dem Vorjahr generell ungefähr gleich geblieben. Auffällig ist aber die Entwicklung der Anzahl von verletzten und getöteten RadfahrerInnen. Diese stieg von 452 im Jahr 2001 auf 604 im Jahr 2002 an (berücksichtigt man die Nachtragsmeldungen entsprechend den Vorjahren stiegen sie ungefähr auf 500 an). Hier muss man außerdem den stark angestiegenen Radfahreranteil in Wien berücksichtigen. Bei den Schulwegunfällen ist der mittelfristig positive Trend zwar nach wie vor intakt, jedoch stiegen auch hier die Unfallzahlen von 2001 auf 2002 von 65 auf 82 an.

Auf jeden Fall sind besondere Anstrengungen erforderlich, damit die mittel- und langfristig positiven Trends bei den Unfallzahlen gehalten und fortgesetzt werden können. Für alle WienerInnen steht die Verkehrssicherheits-Hotline unter 81114 / 9200 zur Verfügung, alle Informationen findet man außerdem im Internet unter
http://www.verkehrssicherheit.wien.at/ .****

Aktiv gegen Unfallschwerpunkte 2003

Diese Aktion wurde bereits im Jahr 2002 begonnen und wird 2003 intensiv fortgesetzt. Fix geplant ist 2003 die Sanierung von 40 Unfallschwerpunkten. Gemeinsam mit den Medien werden darüber hinaus auch dieses Jahr wieder alle WienerInnen intensiv in die Feststellung und Sanierung von Unfallschwerpunkten eingebunden.

Lichtoffensive 2003

Die Wiener Lichtoffensive startet 2003 und setzt sich die bessere Sichtbarkeit von Bodenmarkierungen, Bordsteinen und Verkehrsinseln vor allem in der Nacht zum Ziel. Erreicht wird dieses Ziel durch den Einsatz von schneepflugsicheren Fahrbahnrückstrahlern und LED-Leuchten.

Radfahrprüfung schon mit 10

Im Schuljahr 2002/2003 können die SchülerInnen von 53 Volksschulklassen auf diese Weise bereits im Alter von 10 Jahren die Radfahrprüfung absolvieren. Der Schulweg kann daher schon in der 5. und 6. Schulstufe auch mit dem Rad zurückgelegt werden. Bei der Radfahrprüfung werden die praktischen Schulungskurse (durchgeführt von Polizei und ARBÖ) durch eine besonders intensive Verkehrserziehung unter Einbeziehung der Erziehungsberechtigten ergänzt. Die SchülerInnen werden dadurch optimal auf die Anforderungen und Gefahren des Fahrrad-Schulwegs vorbereitet.

Schulwegpläne 2003

Die bereits 2002 initiierte und sehr erfolgreiche Aktion "Schulwegpläne" wird auch 2003 fortgesetzt. Die Pläne werden durch das Kuratorium für Verkehrsicherheit (KfV) gemeinsam mit den SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern erstellt. Gemeinsam wird so mit Unterstützung von Verkehrsexperten und -psychologen der sicherste Schulweg erarbeitet. Bei dieser Gelegenheit können Unfallpunkte und Schwachstellen auch rasch aufgezeigt und saniert werden. 2003 werden in Volksschulen des 4., 6., 10., 14. und 22. Bezirks Schulwegpläne eingeführt. Die Finanzierung übernehmen zu je einem Drittel Stadt Wien, die jeweiligen Bezirke und das Werbeunternehmen GEWISTA.

Safebike 2003

Nach dem großen Erfolg des letzten Jahres mit über 1000 TeilnehmerInnen wird die Aktion Safebike auch 2003 fortgesetzt. Bei 15 samstäglichen Veranstaltungen werden in der Krieau Fahrtrainings und Verkehrssicherheits-Beratungen für LenkerInnen einspuriger Fahrzeuge angeboten. Begonnen wird im Mai 2003.

rk-Fotoservice: http://www.wien.at/ma53/rkfoto/

(Schluss) hei

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