Wittauer: Tierschutz als Staatsziel in der Bundesverfassung - Grundlage für wirksamen Tierschutz

Wien, 2003-04-10 (fpd) - Für die FPÖ sei es wichtig, ein Bundes-Tierschutzgesetz zu erarbeiten, das Vorbildwirkung für andere europäische Staaten hat, sagte der Tierschutzsprecher der Freiheitlichen, Klaus Wittauer, anläßlich der heutigen Enquete "Grundlagen eines modernen österreichischen Tierschutzgesetzes" im Parlament. ****

Für ein umfangreiches Tierschutzgesetz ist ein Konsens aller Parteien notwendig, betonte Wittauer. Wie kompliziert diese Materie sei, würden die vielen Wortmeldungen im Zuge der heutigen Enquete dokumentieren. "Obwohl das Ziel, Leid der Tiere zu beenden, im Interesse aller ist, glaube ich, daß die Vorstellung der Umsetzung sehr konträr definiert wird".

Mit der Verankerung des Tierschutzes in der Bundesverfassung müsse gewährleistet werden, daß Tiere keine Sachen, sondern Lebewesen mit Gefühlen sind. "Religionsfreiheit kontra Tierschutz darf es in Zukunft nicht mehr geben". Im Bereich der Landwirtschaft müsse es bei Investitionen für den Tierschutz Direktförderungen geben.

Die Vorgangsweise, wie ein neues Bundes-Tierschutzgesetz entstehen soll, sei bis heute nicht geklärt. "Eine Enquete alleine wird diese Voraussetzungen nicht schaffen", so Wittauer. Ziel müsse es sein, bis spätestens im Herbst eine Vorlage zu erstellen, die einen breiten gesellschaftlichen Konsens beinhaltet. "Für den Konsumenten ist es wichtig, daß ein Tiergerechtigkeitsindex eingeführt wird, der ihm Orientierung beim Einkaufen ermöglicht", so Wittauer.

"Es ist traurig, daß wir in unserer Gesellschaft Tiergesetze brauchen, um Tierleid einzuschränken beziehungsweise zu verhindern." Deshalb sei es wichtig, auch in den Kindergärten und Schulen Tierschutz praxisorientiert näherzubringen. Diese Aufgaben dürften nicht Laien übernehmen, sondern Menschen aus der Praxis, sei es in der Landwirtschaft oder in anderen Bereichen. (Schluß)

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