BIO ERNTE AUSTRIA zu EU-Agrarreform: Entkoppelung denkbar!

Österreichs Bio-Bauern können sich eine Entkoppelung der Agrarprämien von der Produktion unter Berücksichtigung ökologischer Standards vorstellen

Linz (OTS) - Bei der diesjährigen Bundesdelegiertenversammlung von BIO ERNTE AUSTRIA - Europas größter Biobauernorganisation - haben sich die Delegierten für eine Entkoppelung der Agrarprämien von der Produktion ausgesprochen, sofern dadurch keine Benachteiligung von Bio-Betrieben und extensiv wirtschaftenden Betrieben gegenüber Intensivproduzenten erfolgt und eine ökologische und tiergerechte Entwicklung gefördert werden. Im Ackerbereich bedeutet dies, die Prämienausschüttung zu koppeln an die Einhaltung einer vertretbaren ökologischen Fruchtfolge mit max. 75 % Getreide/Mais-Anteil und mindestens 25 % Leguminosen. Im Tierbereich wird die Koppelung der Prämienausschüttung an eine ökologisch sinnvolle Obergrenze der Tierbesatzdichte gefordert (deutlich unter 2,0 GVE/ha).

Herbert Kain, Agrarpolitikbeauftragter von BIO ERNTE AUSTRIA: "Bei künftigen Nichteinhaltungen dieser Vorgaben muss es zur Prämienkürzung zugunsten der ländlichen Entwicklung kommen, um so eine nachhaltige Ökologisierung zu sichern und dem Ziel der GAP-Reform zu entsprechen."

Insgesamt werden bereits 207.000 ha landwirtschaftliche Nutzflächen durch die 12.000 BIO ERNTE-BäuerInnen bewirtschaftet, das entspricht rund 8,3 % der gesamten heimischen Agrarfläche.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Franz-Jakob Purkarthofer
BIO ERNTE AUSTRIA
Public Relations
Tel.: +43/664/8140902
pr@ernte.at
http://www.ernte.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEB0006