JAKOB AUER: TIERSCHUTZ IST UNTEILBAR!

Bundestierschutzgesetz muss tiergerechte Haltung für alle Tiere garantieren

Wien, 10. April 2003 (ÖVP-PK) "Ich denke, wir sollten die Diskussion um ein bundeseinheitliches Tierschutzgesetz nutzen, um von der Klassifizierung in Nutztiere, Heimtiere, und Zoo- bzw. Zirkustiere wegzukommen", appellierte heute, Donnerstag, ÖVP-Abg. Jakob Auer im Rahmen der Tierschutzenquete für einen partei- und expertenübergreifenden Konsens, dass tiergerechte Haltung für alle Tiere gleichsam zu gelten habe und alle Tiere für ihren Besitzer einen persönlichen, wenn auch nicht immer wirtschaftlichen Nutzen darstellen. "Tierschutz ist unteilbar und darf nicht nur die Landwirtschaft treffen! Der Pitbullterrier in der 30-Quadratmeter-Wohnung ist dabei in punkto tiergerechter Haltung ebenso zu hinterfragen wie die zu kleinen Käfige der Kanarienvögel", so Auer. ****

Für die Landwirte stellt die nunmehrige Tierschutzdebatte eine einmalige Herausforderung dar. "Wir haben endlich wieder einmal die Chance, den Menschen klar zu machen, dass wir Bauern schon immer ein großes - weil auch wirtschaftliches - Interesse an tiergerechten Haltungsformen hatten und haben. Das Wohlbefinden und die Gesundheit unserer Tiere sichert unser Lebenseinkommen", erläuterte Auer. "Ich denke, die Tierschutz-Debatte darf auf keinen Fall dazu führen, Tierschutz zu exportieren oder gar fragwürdige Lebensmittel zu importieren, sondern muss dafür sorgen, die hohe Qualität der österreichischen bäuerlichen Produkte in den Vordergrund zu stellen. Unsere Bauern produzieren höchste Qualität durch tiergerechte Haltung".

Die Prüforgane, sowohl was die Produktqualität als auch die Tierhaltung betrifft, verfügen in Österreich über eine fundierte praktische wie theoretische Ausbildung. "Jedem, der an deren Kompetenz zweifelt, rate ich zu einer zweimonatigen Praxis in bäuerlichen Betrieben und beim konkreten Umgang mit Tieren in Stallungen", so Auer abschließend.
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