SCHIEFERMAIR: "SCHULE NEU DENKEN" - IN JEDER VERÄNDERUNG LIEGT EINE CHANCE

ÖVP-Abgeordnete mahnt sachliche Diskussion über "Schule der Zukunft" ein

Wien, 10. April 2003 (ÖVP-PK) Mit dem Projekt "Schule neu denken" hat Bildungsministerin Elisabeth Gehrer ein umfassendes Paket an Vorschlägen eingebracht, wodurch unsere Kinder auf die Herausforderungen des gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und technischen Wandels vorbereitet werden sollen. Dazu gehört eine Reduktion der Lernbelastung ebenso wie eine umfangreiche Qualitätssicherung, regt die ÖVP-Abgeordnete im Unterrichtsausschuss, Burgi Schiefermair, eine gewissenhaftere Diskussion über die "Schule der Zukunft" an. ****

"Der medial inszenierte Protest über die Stundenkürzungen wird unsachlich und unseriös geführt. Mit falschen Argumenten wie ‚der Musikunterricht wird gestrichen’ oder ‚die Hausübungen werden verdoppelt’ wird bewusst Angst unter Eltern und Schülern geschürt", kritisiert Schiefermair. "Wir brauchen Offenheit im gemeinsamen Gestalten, Flexibilität in der Zukunftsausrichtung des Lehrplanes und Eigeninitiative in der Autonomie." Schiefermair geht davon aus, dass sich viele Direktoren und Lehrer positiv zum Wohl der Schüler einbringen.

Internationale Vergleiche zeigen eindeutig, dass die Qualität der Schulausbildung nicht unbedingt mit der Quantität an Lerninhalten und maximalen Unterrichtsstunden zusammenhängt. Denn obgleich Österreich mit der Stundenzahl nach Mexiko an der Spitze liegt, gibt es beim Unterrichtserfolg noch etliche andere Länder (wie etwa Finnland, Irland oder Schweden), die mit viel weniger Stundenaufwand bessere Schulleistungen hervorbringen. "Wenn viele unserer Kinder sogar mehr Zeit in der Schule und beim Lernen verbringen als wir im Beruf, dann kann doch etwas nicht stimmen", äußert sich Schiefermair skeptisch, dass es bei den nunmehrigen Protesten wirklich um die Sicherung der Ausbildungsqualität in Österreich geht.

Mit der inhaltlichen Entlastung der Schülerinnen und Schüler durch den neuen Lehrplan 1999, der zeitlichen Entlastung durch eine Stundenreduzierung von 1,5 bis zwei Wochenstunden und der Einrichtung einer Zukunftskommission zur Erarbeitung von Leistungsstandards und einem Qualitätsmanagementsystem hat Bildungsministerin Gehrer ein umfassendes Paket für ein modernes Schulsystem vorgelegt, damit "österreichische Schülerinnen und Schüler auch in Zukunft den europäischen Vergleichen, aber vor allem auch den beruflichen und gesellschaftlichen Herausforderungen gewachsen sind", so Schiefermair.
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