Neues Business-Center soll Arbeitslose in Oberkärnten effizient vermitteln

LH Haider u. LHStv. Pfeifenberger: Kritik an fehlender Vermittlungstätigkeit des AMS in Oberkärnten

Klagenfurt (LPD) - Die Vermittlungstätigkeit des Arbeitsmarktservice im Bezirk Spittal funktioniere nicht, kritisierten heute Landeshauptmann Jörg Haider und Wirtschaftsreferent LHStv. Karl Pfeifenberger. Zugleich gebe es jedoch Arbeitskräftebedarf bei Betrieben, insbesondere im Tourismusbereich. Daher werden sie ein regionales Business-Center im Rahmen der "Plattform Oberkärnten" ins Leben rufen. Dieses Business-Center werde zwischen Land und Betrieben ein Netzwerk herstellen, um den Personalbedarf in Oberkärnten punktgenau bzw. zufriedenstellend erfüllen zu können. Dieser Widerspruch von 278 Stellen, für die Mitarbeiter (allein im Tourismus) gesucht werden und der Zahl von offiziell gemeldeten nur 202 offenen Stellen könne nicht akzeptiert werden, so Haider und Pfeifenberger.

Sie verwiesen dabei auf eine aktuell durchgeführte Erhebung bei 550 Tourismusbetrieben über den Personalbedarf, welche diese Zahl von über 270 ergeben habe. Die Dienstleistung des AMS werde demnach nicht angenommen. Haider und Pfeifenberger verwiesen in diesem Zusammenhang auch auf das Beispiel der Firma Mahle, bei welcher der Personalbedarf auch nicht über das AMS bedient werden konnte, sondern sich der gewünschte Erfolg erst nach öffentlichen Aufrufen seitens des Wirtschaftsreferenten eingestellt hatte.

Die fehlende Vermittlungskompetenz sei nicht nur auf den Tourismus begrenzt, sondern treffe auch auf andere Bereiche wie etwa die Baubranche oder das Tischlergewerbe zu.

Haider und Pfeifenberger hoben das Maßnahmenpaket hervor, dass für Oberkärnten initiiert wurde. Sie nannten das Ravensburger Spieleland-Projekt (140 Arbeitsplätze) am Millstätter See, Projekte im Zusammenhang mit dem Wassererlebnisland Kärnten (Landesausstellung), Alten- und Pflegeheime, Gewerbepark Obervellach, Liftausbau auf der Emberger Alm und vor allem sei der Ausbau der B 100 Drautal-Bundesstrasse ein großer wirtschaftlicher Vorteil. Weitere Initiativen wurden im Bereich der Tourismuswerbung für den Nationalpark Hohe Tauern gesetzt. Auch in Heiligenblut werde in den Tourismus investiert und Bettenkapazitäten erweitert. Der Tourismus entwickle sich sehr positiv. Was mehr und mehr gefordert ist, seien neben Englisch- vor allem Italienisch-Kenntnisse, so Pfeifenberger.

Der Landeshauptmann kritisierte, dass für die ausländischen Gabor-Mitarbeiter seitens der Stadt Spittal zuwenig getan worden sei. Pfeifenberger verwahrte sich vehement gegen das Krisengerede einzelner Gewerkschaftsvertreter. Wahr sei vielmehr, so sei ihm versichert worden, dass Gabor in wenigen Tagen wieder von der Kurzarbeit abgehen und wieder Vollbetrieb fahren könne.

Gerade bei der Jugendbeschäftigung sei man sehr erfolgreich, verwies Haider auf die Jugendbeschäftigungsoffensive, die erst seit wenigen Monaten laufe und über 5000 Jugendlichen (bis 25 Jahre) entweder eine Ausbildung oder Beschäftigung bescheren konnte.

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