Knafl: Reform des Gesundheitssystems muss Interessen der hauptbetroffenen zwei Millionen Pensionisten berücksichtigen!

Wien (OTS) - "Bevor der Krankenversicherungsbeitrag für Pensionisten am 1.1.2004 erhöht wird, bedarf es noch einer intensiven Diskussion über nachfolgende Punkte, stellt Stefan Knafl, Bundesobmann des Österreichischen Seniorenbundes, fest.

a) Harmonisierung der Leistungen und der Beiträge der Krankenversicherungen für alle Pensionisten Österreichs.
b) Schaffung einer Pensionistenkurie in der Sozialversicherung.
c) Verbesserung der Leistungen im Bereich der medizinischen Hauskrankenpflege.
d) Gleichbehandlung der Pensionisten im Rahmen der Rehabilitation. e) Neuregelung der Ausbildung von Gesundheitsberufen und Unterstützung pflegender Angehöriger um einen drohenden Pflegenotstand zu begegnen.
f) Schaffung eines Kostenbewusstseins in der Krankenversicherung für alle Beteiligten (Patienten, Ärzte, Pharmaindustrie etc.). g) Ob die Zusammenführung aller Krankenversicherungsträger zu einer Kasse auf Länderebene sinnvoll ist.

Bezüglich der Errichtung einer Pensionistenkurie in der Sozialversicherung erwartet sich Knafl, dass Vertreter der Arbeitgeber und Arbeitnehmer positiv zu diesem im Regierungsprogramm enthaltenen Vorhaben stehen. "Es sei nicht einzusehen, warum 2 Millionen Pensionisten als Hauptbetroffene höhere Beiträge in der Krankenversicherung zahlen sollen, ohne ein entsprechendes Mitbestimmungsrecht, z.B. bei Einführung neuer Selbstbehalte, zu erhalten", erklärte Knafl weiter. Selbstverständlich solle aber die Parität zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern erhalten bleiben, da Pensionisten in der Aktivzeit Arbeitgeber oder Arbeitnehmer waren.

"Bei Einführung neuer Selbstbehalte darf aber ein wesentlicher Punkt nicht vergessen werden. Als 1996 für Aktive eine Krankenscheingebühr von ATS 50.-- eingeführt wurde, wurden gleichzeitig die Krankenversicherungsbeiträge für Pensionisten um 0,25 % erhöht, stellte Knafl abschließend fest.

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