25 Jahre Politische Bildung an Österreichs Schulen

Gehrer: Aktionstage von 27. April bis 15. Mai zeigen innovative Möglichkeiten der Gestaltung des Unterrichts in Politischer Bildung auf

Wien (OTS) Seit 25 Jahren gibt es Politische Bildung als Unterrichtsprinzip an Österreichs Schulen. Im Mittelpunkt steht dabei die Erziehung zu einem demokratisch fundierten Österreichbewusstsein, zu einem gesamteuropäischen Denken und zu einer Weltoffenheit, die vom Verständnis für die existenziellen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen in der Welt getragen ist. Seit dem Grundsatzerlass vom 11. April 1978 wird Politische Bildung fächerübergreifend unterrichtet. ****

Bildungsministerin Elisabeth Gehrer betont anlässlich des 25-jährigen Jubiläums den Stellenwert der demokratischen Bildung:
"Europa steht vor großen Veränderungen. Die Nachbarschaftserweiterung der EU steht vor der Türe. Gleichzeitig sind Österreichs Schülerinnen und Schüler mit Meldungen über Krieg und Terror auf der Welt konfrontiert. Das Wissen um politische Zusammenhänge und Hintergründe ist eine wichtige Voraussetzung, um all diese Informationen verarbeiten und die persönlichen Auswirkungen abschätzen zu können."

Das Bildungsministerium unterstützte die Politische Bildung schon bisher mit einer Reihe von Maßnahmen. So wurden beispielsweise Schülerwettbewerbe und Seminare zur Lehrerfortbildung veranstaltet, Unterrichtsmaterialien bereitgestellt, und Schulprojekte begleitet. Heuer werden mit den Aktionstagen Politische Bildung weitere neue Wege beschritten. Vom 27. April bis 15. Mai 2003 zeigen zahlreiche Seminare, Workshops, Vorträge und Ausstellungen innovative Möglichkeiten der Gestaltung des Unterrichts in Politischer Bildung. Die Förderung von fächerübergreifendem und fächerverbindendem Unterricht und Inhalte wie Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit sind Schwerpunkte der Aktionstage. Durch die Vielfalt der Maßnahmen und die vielen engagierten Einzelprojekte werden alle Altersstufen und Zielgruppen angesprochen. Schulklassen, Schulbibliotheken, Museen und Erwachsenenbildungseinrichtungen beteiligen sich mit Projekten, Fortbildungsveranstaltungen und Informationsangeboten im Internet. Einen Überblick über das gesamte Programm und umfassende Literatur-und Webtipps finden sich in einem eigens zusammengestellten Programmheft und in einem elektronischen Veranstaltungskalender (www.aktionstage.politische-bildung.at).

"Die Schule spielt eine wichtige Rolle für das Erlernen der demokratischen Regeln und Fertigkeiten. Dank der vielen engagierten Lehrerinnen und Lehrer ist die Politische Bildung ein erfolgreiches Beispiel für vernetztes und fächerübergreifendes Lernen. Ich lade alle Bildungseinrichtungen herzlich ein, an den Aktionstagen und den Reformen zur politischen Bildung aktiv mitzuwirken und so einen Beitrag zur Stabilität und Weiterentwicklung der Demokratie zu leisten", erklärte Gehrer abschließend.

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