Verzetnitsch: Statt Vertrauensbruch sozial gerechte Pensionsreform

Schüssel und Haupt müssen Konsequenzen ziehen: Konvent soll ausgewogene, gerechte und zukunftsorientierte Pensionsreform erarbeiten

Wien (ÖGB). Auf immer breitere Ablehnung quer durch ganz Österreich stößt die von der Bundesregierung geplante Pensionsreform. "Das ist ohne Zweifel ein Erfolg des ÖGB, der in einer breit angelegten Informationsoffensive auf die geplanten massiven Belastungen aufmerksam macht, die von der Bundesregierung bei der Pensionsreform gegenüber den ArbeitnehmerInnen und PensionistInnen vorgesehen sind", stellt ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch in einer heutigen Aussendung fest: "Die Konsequenzen dieser österreichweiten Ablehnung müssen zur Folge haben, dass die geplante Pensionsreform in der vorliegenden Fassung keinesfalls beschlossen werden kann und dass Bundeskanzler Schüssel und Vizekanzler Haupt endlich den Weg in Richtung einer umfassenden, sozial gerechten Pensionsreform einschlagen", so der ÖGB-Chef.++++

Das "moderne Raubrittertum", wie mittlerweile die geplante Pensionsreform bezeichnet wird, stößt nicht nur in den Reihen der ArbeitnehmerInnen-Vertreter auf heftige Kritik, sondern wird durch die Bank auch von den Landeshauptleuten, aber auch der Wirtschaftskammer und seitens des ÖAAB abgelehnt. Verzetnitsch warnte in diesem Zusammenhang davor, dass Schüssel und Haupt gegen den Willen der ÖsterreicherInnen regieren und verwies auf eine jüngste Umfrage des Gallup-Instituts, wonach sich bereits 52 Prozent der Befragten gegen die geplanten Pensionspläne aussprechen.

Verzetnitsch: "Es ist höchste Zeit die Konsequenzen daraus zu ziehen. Diese können nur heißen, dass die derzeit vorliegenden Pensionspläne in dieser Form nicht beschlossen werden. Gleichzeitig warnte Verzetnitsch davor, durch leichte Korrekturen, den Menschen Sand in die Augen zu streuen, um damit die wirklichen Grausamkeiten dieser Pensionsreform zu überdünken. Verzetnitsch: "Ein minimaler 'Schmerzbonus' genügt nicht, sondern eine zukunftsorientierte, umfassende Pensionsreform muss durch die Elemente "Sozial und Gerecht" getragen werden." (ew)

ÖGB, 10. April 2003
Nr. 250

Rückfragen & Kontakt:

ÖGB Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Ernst Weber
Tel. (++43-1) 534 44/361 DW
Fax.: (++43-1) 533 52 93
http://www.oegb.or.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0002