ÖAMTC: Mit "Musterübergang" ersten Schritt zu Fußgängerschutz setzen

2002 waren 67 Prozent der Unfall-Toten in Wien Fußgänger

Wien (ÖAMTC-Presse) - Der ÖAMTC hat heute dem Wiener Verkehrs-Stadtrat Rudolf Schicker vorgeschlagen, einen "Musterübergang für Fußgänger und Radler" auf einer neuen Verkehrsfläche zu errichten. Anlass für den Club-Vorschlag ist die besorgniserregende Unfallstatistik 2002, aus der hervorgeht, dass 67 Prozent der Unfall-Toten in Wien Fußgänger waren, das sind 27 Prozent aller in Österreich getöteten Fußgänger allein in der Bundeshauptstadt.

"Augenscheinlich genügen die gesetzlich verankerten Absicherungen nicht, um die schwächsten Verkehrsteilnehmer ausreichend zu schützen", bemerkte dazu Willy Matzke, der Verkehrschef des ÖAMTC. Der Club will für einen derartigen "Musterübergang" die weltweiten Erfahrung zum Fußgängerschutz einbringen. Versuchsweise sollte z.B. die Markierung von Zebrastreifen durch zusätzliche Marker unterstützt werden. Der ÖAMTC regt zur optimalen Gestaltung dieses "Musterüberganges" eine Expertenrunde aus Verkehrstechnikern, Juristen und der Wiener Verkehrspolizei an. Dieses Projekt soll wertvolle Entscheidungshilfen für die Zukunft bringen. Als Ort des Versuches schlägt der Club eine Fußgänger-Querung im Bereich des gerade in Bau befindlichen Schwarzenbergplatzes oder der anschließenden Lothrigerstraße vor.

Sehr positiv findet der ÖAMTC, dass nun in Wien durch die "Lichtoffensive 2003" für bessere Sichtbarkeit von Verkehrsinseln gesorgt wird. "Die Technik dazu kommt aus der Tunnelsicherheit, wo Randsteine sehr erfolgreich durch Leuchtdioden markiert werden", so Club-Experte Matzke. Außerdem fordert er, dass vor allem die vorspringenden Haltestellenkaps der Wiener Linien mit Leuchtdioden zur Erhöhung der Fußgänger-Sicherheit abgesichert werden.

(Schluss)
ÖAMTC-Pressestelle/Hannes Kerschl

Rückfragen & Kontakt:

ÖAMTC Pressestelle
Tel.: (01) 711 99-1218

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OCP0002