70 Produktneuheiten auf der Hannover Messe 2003 vorgestellt: Festo bereitet weiteres Wachstum vor

Esslingen/Hannover/Wien (OTS) - Umsatz der Festo Gruppe 2002 konjunkturbedingt auf Vorjahresniveau - Pneumatik-Weltmarkt bleibt verhalten - schlankere Kostenstruktur 2003/04 wirksam - weitere Investitionen in Wachstumsmärkte

Die Festo AG, Esslingen - ein weltweit führendes Unternehmen in der Automatisierungs-technik - konnte nach einem konjunkturbedingten Rückgang des Marktvolumens in der Berichtsperiode 2002 an das hohe Umsatzniveau des Vorjahres anknüpfen. "Eine Konjunkturbelebung ist vorerst nicht in Sicht und bleibt schwer prognostizierbar. Für 2003 rechnen wir mit einem leichten Wachstum." Diese Bilanz zog Rudi Menrad, Mitglied des Vorstands der Festo AG, anlässlich der Pressekonferenz des Unternehmens auf der Hannover Messe 2003 in Hannover. Festo nutze die Wachstumspause zur Entwicklung zahlreicher Innovationen - allein 70 Produktneuheiten präsentiert das Unternehmen erstmals auf der diesjährigen Hannover Messe. "Als Leistungsführer der Branche werden wir aus einer Position der Stärke wieder schnell Fahrt aufnehmen, wenn der Konjunktur-motor anläuft", sagte Vorstand Eberhard Veit. Der Vorstand rechne ab 2004 wieder mit einer deutlichen Belebung der Absatzmärkte.

Weltmarkt für Pneumatik bleibt verhalten

Durch die starke weltweite Nachfrage nach Automatisierungslösungen für Fertigungs-betriebe wuchs der Pneumatik-Weltmarkt über viele Jahre zweistellig. Seinen Höhepunkt erreichte er im Rekordjahr 2000 mit einem Volumen von rund 7,8 Mrd. Euro. Im Jahr 2001 ging das weltweite Marktvolumen um 14 % auf 6,7 Mrd. Euro zurück. Das Jahr 2002 brachte der Branche keine Belebung - Ausrüstungsinvestitionen blieben hinter den Erwartungen zurück. Solange die Unsicherheit über die weitere Entwicklung im Irak anhält, ist nicht mit einer nachhaltigen Verbesserung der Investitionsneigung in den nächsten Monaten zu rechnen. Ein Marktwachstum um die Nulllinie wird auch das laufende Jahr 2003 bestimmen.

Festo profitiert als Global Player von regionalen Wachstumsmärkten

Die Festo AG erwirtschaftete im abgelaufenen Geschäftsjahr 2002 einen konsolidierten Umsatz von 1,2 Mrd. Euro und erreichte damit trotz schwierigem konjunkturellen Umfeld nahezu das hohe Umsatzvolumen des Vorjahres. Zwei Drittel des Umsatzes entfielen auf das Ausland. Als Marktführer für Automatisierungstechnik mit Pneumatik in Europa sicherte sich Festo einen Anteil am Weltmarkt von 17 %.

Dabei zeigten sich in den einzelnen Märkten erhebliche Verschiebungen in der Nachfrageentwicklung. In Deutschland blieben die Bestelleingänge deutlich hinter dem Vorjahreswert zurück -weniger stark betroffen war das westeuropäische Ausland. Die Umsätze in den Wachstumsregionen Osteuropa und Asien entwickelten sich weiter sehr positiv. Hier zahlte sich in 2002 die langjährige Präsenz von Festo aus. Dagegen gingen die Umsätze in Amerika gegenüber der Vorjahresperiode deutlich zurück, insbesondere ausgelöst durch die wirtschaftlichen Probleme in Südamerika.

Wichtigste Wachstumsregionen bleiben Asien mit den Märkten China, Korea, Singapur und Taiwan sowie die mittel- und osteuropäischen Länder Russland, Rumänien, Tschechien und Polen. Aber auch die Türkei, Irland und Spanien sowie Mexiko tragen zum weltweiten Marktwachstum bei. Gemeinsam konnten diese Länder im Jahr 2002 einen wesentlichen Beitrag leisten, den Umsatzrückgang in Deutschland weitgehend zu kompensieren.

Schlankere Kostenstrukturen 2003/04 wirksam

Die Ertragslage des Unternehmens wurde 2002 in erster Linie von der schwachen Konjunktur, den gestiegenen Strukturkosten und dem Preisdruck, insbesondere am Standort Deutschland beeinflusst. Deshalb hat der Vorstand gezielte Maßnahmen zur Kostensenkung eingeleitet, die zu einer Verbesserung der Ertragssituation in den Geschäftsjahren 2003 und 2004 führen werden.

Im Jahr 2002 passte Festo seine Kapazitäten flexibel der Nachfrage an. Trotz dieser Aktivitäten konnte der Belegschaftsstand in der Festo Gruppe auf Vorjahresniveau gehalten werden. Das Unternehmen ist für ein Wiederanspringen der Konjunktur und weiteres Wachstum vorbereitet. Im Jahr 2002 waren weltweit rund 10.000 Mitarbeiter bei Festo beschäftigt, davon die Hälfte in Deutschland.

Nachdem die Festo Gruppe in den vergangenen Jahren in erheblichem Umfang in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen investiert hatte - 2001 wurde am Stammsitz in Esslingen das neue TechnologieCenter eröffnet - konnten die Investitionen im abgelaufenen Geschäftsjahr leicht zurückgeführt werden.

Dennoch werden Investitionen, insbesondere in den Wachstumsregionen forciert. Mit dem weiteren Aufbau von regionalen Service Centern in den großen Wirtschaftsregionen der Welt wird Festo die Kundenbelieferung aus regionalen Werken verstärkt ausbauen und die Marktposition weiter festigen.

Darüber hinaus investiert Festo erheblich in die Entwicklung neuer Verfahren, Technologien und Produkte. 6,5 % des Umsatzes fließen in den Neuheiten-entstehungsprozess und führen zu rund hundert Produktinnovationen im Jahr. Die Strategie hat sich bewährt: Festo konnte sich 2002 auf Platz 11 in der Rangliste der Baden-Württembergischen Patentanmelder positionieren.

Auch in der Aus- und Weiterbildung sieht das Unternehmen einen strategischen Erfolgsfaktor. Insgesamt 22 technische und kaufmännische Berufe können junge Menschen bei Festo erlernen. Mit einer Ausbildungsquote von rund 6,5 % liegt das Unternehmen deutlich über dem Branchendurchschnitt.

Ausblick

Für das laufende Geschäftsjahr 2003 erwartet der Vorstand eine leichte Steigerung des Umsatzes gegenüber dem Vorjahr. Gleichwohl ist ein stärkeres Wachstum des Marktes - über zyklische Konjunkturschwankungen hinweg - ab 2004 in Sicht. Der weltweite Modernisierungsbedarf, insbesondere in flexible Produktionstechnologien, aber auch der Aufbau der Industrien in zahlreichen Schwellen- und Entwicklungsländern, werden künftig erfolgreiche Expansionsmöglichkeiten bieten.

Die Zukunft der Automatisierungstechnik liegt in der flexiblen vernetzen Fabrik-automation. Motor dieser Entwicklung sind die Mikrosystemtechnik und die Mechatronik. Mit der Ausrichtung zum Systemlieferanten wird Festo seine Kompetenz weiter nachhaltig ausbauen.

Festo versteht sich als selbstlernendes Unternehmen und fühlt sich gut für die Zukunft gerüstet. Dabei will Festo ein unabhängiges und innovatives Familienunternehmen bleiben und ein starker Partner sein - für seine Kunden und seine Mitarbeiter.

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