ÖAAB-GAJDOSIK: Diese Reform ist nicht der Weisheit letzter Schluss!

Wien (10.4.2003) Der Vizepräsident der Wiener Arbeiterkammer und Fraktionsobmann der Fraktion ÖAAB-Christliche Gewerkschafter, Alfred GAJDOSIK, äußerte sich heute kritisch zum nun vorliegenden Entwurf einer Pensionsreform. "Ich warne davor, eine derartige Pensionsreform auch wirklich zu beschließen. Der nun vorliegende Entwurf ist eindeutig ein Schnellschuss. Er enthält vieles, was aus Sicht der meisten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einfach inakzeptabel ist. Nachbesserung sind unbedingt erforderlich", so GAJDOSIK.****

Der Wiener AK-Vizepräsident nannte in diesem Zusammenhang die geplanten Änderungen bei der Hacklerregelung. "Man kann doch die Leistung von arbeitenden Menschen nicht einfach bestrafen. Jemand der 40 oder 45 Jahre hart gearbeitet hat und dadurch seine Beitragsjahre erworben hat, sollte auch weiterhin ohne Abschläge in Pension gehen können. Das ist einfach eine Frage der sozialen Gerechtigkeit und des Prinzips", stellte GAJDOSIK klar.

Der Fraktionsobmann der Fraktion ÖAAB-Christliche Gewerkschafter verwies außerdem auf die ungelöste Frage der Saisonarbeiter. Gemäß der nun vorliegenden Pläne können diese bis zu 40 Prozent ihrer Pension verlieren. "Anscheinend wurde auf die Berufsgruppe der Saisonniere bei der Reform vergessen. Es kann nämlich nicht der Weisheit letzter Schluss, wenn gerade diese Personengruppe derartig hohe Abstriche hinnehmen muss", stellte er dazu fest.

GAJDOSIK fordert nun die Bereitschaft zu weiteren Verhandlungen. "Über vieles, was diese Reform vorsieht, muss noch eindringlich geredet werden. Ich hoffe, dass man sich auf Seiten der Verantwortlichen dieser Debatte nicht vollkommen verschließen wird", schloss GAJDOSIK.(SCHLUSS)

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