VKI: Allerlei rund ums Ei

Damit Ostern wirklich fröhlich wird, sollten Ostereier frisch sein. Der VKI (Verein für Konsumenteninformation) gibt gesunde Tipps zum Osterschmaus und plädiert fürs Kühlregal.

Wien (OTS) - Die Qualität von Eiern ist nicht leicht zu
beurteilen, da sie von außen nicht zu erkennen ist. Während bei verpackten Eiern das Mindesthaltbarkeitsdatum vermerkt ist, muss man bei den offen angebotenen auf die Verkäufer vertrauen. Optisch gleicht dabei ein Ei dem anderen. Ob rohe Eier noch frisch sind, kann man selbst testen, indem man sie ins kalte Wasser legt: Die frischen Eier bleiben am Boden. Ältere Exemplare stellen sich dagegen im Wasser auf, da die Lufblase im Inneren größer geworden ist. Gesundheitlich gefährlich werden Eier, wenn sie Salmonellen enthalten und roh konsumiert werden. Wer beispielsweise rohe Eier für leckere Süßspeisen oder Mayonnaise verwenden möchte, darf nur auf ganz frische Eier zurückgreifen. Weiters ist zu beachten: Kühlen hält die Salmonellen in Schach, beim Kochen werden sie getötet.

Bei hart gekochten Eiern ist nicht nur das gesundheitliche Risiko geringer, auch die Haltbarkeit verlängert sich: Selbst außerhalb des Kühlschranks halten Ostereier noch rund drei Wochen. Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass die Schale völlig intakt ist. Im Supermarkt werden gekochte und gefärbte Eier sowohl im Kühlregal als auch außerhalb in Körbchen angeboten. Gesetzlich ist dies zwar erlaubt, trotzdem empfiehlt der VKI aus Sicherheitsgründen Ostereier gekühlt zu kaufen. Denn nicht immer ist eine Verletzung der Schale sofort erkennbar und bei beschädigten Eiern können Keime ins Innere gelangen. Ob die Schale eines Eis weiß oder braun ist, sagt nichts über die Qualität bzw. über Geschmack und Nährwert aus. Sie weist lediglich auf die Rasse der Legehennen hin. Zum Anmalen sind weiße Eier beliebter.

In der EU gibt es für die Eier der Klasse "A" bzw. "frisch" vier Gewichtsklassen: small, medium, large und x-large. In Gramm ausgedrückt bedeutet dies: S ist unter 53, M unter 63, L unter 73 und XL über 73. Für das Färben von Hühnereiern eignen sich die kleinen dickschaligen Eier am besten. Die Gefahr, dass die Schale durch Kochen oder Bemalen springt, verringert sich. Nachdem zur Färbung der Ostereier üblicherweise Lebensmittelfarben verwendet werden, können auch jene Eier verzehrt werden, deren Eiweiß durch Aufspringen der Schale mitgefärbt wurde. Manchmal findet man beim Verzehr der Ostereier einen grünen Rand um den Dotter. Das ist ein Hinweis, dass die Eier zu lange gekocht wurden. Die Kochzeit sollte maximal 10 Minuten betragen.

Zweifellos gehören Eier zu den cholesterinreichen Lebensmitteln. Tatsache ist, dass Nahrungscholesterin zwar bei der Erhöhung des Blutcholesterins eine Rolle spielt - wenn auch eine untergeordnete. Aber quantitativ bedeutsamer auf den Cholesterinspiegel wirkt sich die Fettzufuhr und die -zusammensetzung aus. Falsch ist sicher, einzelne Lebensmittel als Übeltäter zu verbannen. Daher kann einmal im Jahr - Ostern, die Empfehlung maximal drei Eier pro Woche zu konsumieren, mit ruhigem Gewissen überschritten werden.

Gesetzliche Bestimmungen für den Handel: Ab 2004 ist es EU-weit vorgeschrieben, die Herkunft der Eier mittels Stempel zu deklarieren. Manche Betriebe verwenden den Stempel auf dem Ei jetzt schon. Die erste Ziffer zeigt die Haltungsform: 1 für Freiland-, 2 für Boden-und 3 für Käfighaltung. Die Buchstaben kennzeichnen die Länder, die folgenden Ziffern Betrieb und Stallnummer. Das Legedatum wird manchmal zusätzlich aufgestempelt. Spätestens 18 Tage nach diesem Datum gehören die Eier in den Kühlschrank beziehungsweise beim Handel ins Kühlregeal.

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Mag. Birgit Beck,
VKI-Abteilung Technik 2,
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