Kein Geld für die Lehre?

ÖH Uni Wien ruft zum elektronischen Protest auf

Wien (OTS) - Mit dem heutigen Tag startet die Universitätsvertretung eine E-mail-Protestaktion auf ihrer Homepage. Unter www.oeh.univie.ac.at sollen Studierende und Lehrende unter anderem Bildungsministerin Gehrer, die WissenschaftssprecherInnen der vier Parlamentsparteien sowie Uni-Wien-Rektor Winckler auffordern, sich für mehr Budget für die Lehre an der Uni Wien einzusetzen.

"Wir haben den Zynismus aus dem Bildungsministerium satt", empört sich Andrea Brunner vom Vorsitz-Team der ÖH Uni Wien. "Die finanzielle Aushungerung der Universitäten und die desaströse Bildungspolitik der blauschwarze Regierung führen zu massiven Behinderungen im Studienfortgang und zu unüberwindbaren Barrieren für Studierende. Wenn das Ministerium sagt, dass wir umschichten sollen, dann werden damit keine Budgetlöcher gestopft. Diese Worthülsen können wir nicht mehr hören", so Brunner.

Besonders dramatisch zeigt sich die Situation bei der Belegung der sogenannten "freien Wahlfächer". Aufgrund des akuten Lehrveranstaltungs-Mangels werden "Hauptfach"-Studierende bei der Anmeldung für Lehrveranstaltungen vorgereiht. So können unzählige StudentInnen seit zwei Semestern keine freien Wahlfächer belegen. "Damit werden die Gestaltungsmöglichkeiten der neuen Studienpläne zur Farce. Seit eineinhalb Jahren warnen wir das Ministerium vor diesem Problem. Es wurde einfach ignoriert", ärgert sich Brunner.

"70 Studierende in einem Sprachkurs und überfüllte Hörsäle sind unzumutbar. Für einen akzeptablen Lehrbetrieb brauchen wir schlicht und einfach mehr Geld. Unsoziale Studiengebühren sind dafür allerdings eine schlechte Quelle", erklärt Brunner abschließend.

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