Kammerinitiative 0,3%: Dorner-Interview im "Standard" vom 8.4.2003

Wien (OTS) - Der noch amtierende Präsident der Wiener Ärztekammer, Prim. Dr. Dorner, der nach dem Verlust von zwei Mandaten bei der Kammerwahl am 5. April wieder Präsident aller Wiener Ärzte werden will, hat offensichtlich noch nicht erkannt, dass der Wahlkampf vorbei ist. Anders wäre es nicht verständlich, dass er in einem Interview mit dem "Standard" (8.4.2003) einer Gruppierung namhafter Wiener Ärzte, die als "Kammerinitiative 0,3%" bei der Kammerwahl als drittstärkste Fraktion auf Anhieb 12 Mandate erringen konnte, als "Juxpartei" bezeichnete, die die Kammer zerstören wolle.

Die Ärzte der "Kammerinitiative 0,3%" sehen darin ein standeswidriges Verhalten, sieht doch das Ärztegesetz vor, dass kein Arzt - schon gar nicht der noch amtierende Präsident - das Ansehen von ärztlichen Kollegen in der Öffentlichkeit schädigen darf. Dorner, hauptberuflich Divisionär beim Bundesheer, will nicht zur Kenntnis nehmen, dass seine bisherige Koalition durch den Verlust von 9 Mandaten über keine Mehrheit mehr verfügt. Seine Abwahl gilt daher als wahrscheinlich.

Die "Kammerinitiative 0,3%" steht für eine erfolgreiche professionelle Vertretung der Ärzteschaft ohne Parteibindung. Hauptanliegen ist dabei die Senkung der österreichweit höchsten Kammerbeiträge, für die die Kammer derzeit keine adäquaten Gegenleistungen für die Mitglieder erbringt. Keineswegs hat die "Kammerinitiative 0,3%" die Absicht, die Vertretung der Wiener Ärzteschaft zu schwächen, sondern sucht nach diesem Wahlerfolg eine breite Basis unter den Wiener Ärzten für die überfälligen Reformschritte zu finden.

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Kammerinitiative 0,3%
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