Schwerer Kindesmissbrauch geklärt

Kooperation zwischen Bundeskriminalamt Wiesbaden und Österreich führte zur Festnahme des Täters

Wien (OTS) - Bei Internetrecherchen im Jahr 2001 stellten Ermittlungsbeamte des Bundeskriminalamtes Wiesbaden und des Bundeskriminalamtes Österreich fest, dass ein unbekannter Täter dutzende pornografische Aufnahmen eines etwa 5-7jährigen Mädchens verbreitete.

Die Analysen ergaben, dass die Bilder vermutlich in Österreich oder im angrenzenden Ausland aufgenommen worden waren. Darüber hinaus wurde diese Bildserie auch beim österreichweit durchgeführten Schlag gegen die organisierte Verbreitung von kinderpornografischem Bildmaterial - "Operation Landslide" - mehrmals sichergestellt.

Da es in der Folge trotz intensivster kriminalpolizeilicher Ermittlungen nicht gelang, den unbekannten Täter und die Identität des Opfers auszuforschen, wurde über die Medien die Öffentlichkeit um Mithilfe bei der Ausforschung des Opfers ersucht.

Diese Fahndungsmaßnahmen führten schließlich zu dem erhofften Erfolg. Das zum Zeitpunkt der Tat zwischen 4 und 7 Jahre alte Kind und auch der mutmaßliche Täter konnten in Zusammenarbeit zwischen der Kriminalabteilung Vorarlberg und den Bundeskriminal-ämtern in Deutschland und Österreich ausgeforscht werden.

Der Tat dringend verdächtig ist ein 26jähriger Vorarlberger der das Mädchen von 1998 bis 2001 schwer sexuell mißbraucht und die Bilder des Missbrauches über das Internet verbreitet hatte. Der Tatverdächtige hat das Verbrechen inzwischen gestanden und befindet sich in Untersuchungshaft.

Zusatz: Da die Öffentlichkeitsfahndung zurückgezogen wurde, werden die Medien ersucht, keines der Bilder - auch nicht unter Verwendung von Augenbalken - zu veröffentlichen.

Rückfragen & Kontakt:

Ludwig MENDEL
Bundeskriminalamt Österreich
Meldestelle Kinderpornographie
Tel.: +43 -1 - 248 36 - 85 488

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