Wlodkowski: Landwirtschaft will sachgemäßes Bundestierschutzgesetz

Bauern erwarten faire Diskussion, die nicht auf Einzelbeispielen aufbaut

Wien (AIZ) - "Die österreichische Landwirtschaft stimmt der Schaffung eines sachgemäßen Bundestierschutzgesetzes zu, welches das Prinzip der Verhältnismäßigkeit beachtet", so der Vize-Vorsitzende der Präsidentenkonferenz der Landwirtschaftskammern und Sprecher der bäuerlichen Interessenvertretung in der morgen in Wien stattfindenden parlamentarischen Tierschutz-Enquete, Gerhard Wlodkowski, heute in einer Aussendung.

Landwirtschaftliche Nutztierhaltung sei laut Wlodkowski nur dann möglich, wenn eine verantwortungsvolle Nutzung des Tieres gewährleistet ist. "Wir verlangen daher von der morgigen parlamentarischen Enquete zum Tierschutz, dass das Bestreben und das Bemühen der weit überwiegenden Zahl praktizierender Landwirte, ihre Tiere tiergerecht und in Verantwortung zu halten, ernst genommen wird. Wir wollen dabei einen fairen Meinungsaustausch, der nicht auf ausgewählten spektakulären negativen Einzelbeispielen aufbaut. Landwirte haben ein Recht auf Fairness. Wir bieten eine Diskussion sachlicher Interessen auf breiter Ebene an. Nur so kann am Ende ein für alle Beteiligten zufrieden stellendes Gesetz stehen."

Vorreiterrolle in Europa weiterentwickeln

"Die österreichischen Landwirte haben in vielen Bereichen eine Vorreiterrolle in einer tiergerechten und aktiven Entwicklung eingenommen: Österreich ist europäischer Spitzenreiter in der Anzahl biologisch wirtschaftender Betriebe. Österreich steht in der erweiterten EU-25 an erster Stelle in der Weiterentwicklung alternativer Haltungsformen für Legehennen. Wir wollen diese Vorreiterrolle weiterentwickeln", stellte Wlodkowski weiter fest.

Landwirte haben hohes Eigeninteresse am Tierschutz

Außerdem, so Wlodkowski, "haben die österreichischen Landwirte ein hohes Eigeninteresse am Tierschutz". Sie würden mit und von den Tieren leben, ihr Arbeitsplatz sei rund um die Uhr auf Tiere ausgerichtet und vom Wohl der Tiere bestimmt. "Es liegt in der Verantwortung jedes einzelnen Tierhalters, seine Tiere ihrem Bedarf gerecht zu halten. Landwirte haben eine tiefe und ursprüngliche Beziehung zum Tier, daher haben sie selbst ein Interesse an tiergerechter Haltung. Darauf werden wir in der morgigen Enquete und in der darauf folgenden Diskussion rund um die Werdung des neuen Bundestierschutzgesetzes immer wieder hinweisen. Dass wir am richtigen Weg sind, zeigt uns einmal mehr das große Vertrauen der Konsumenten in heimische Qualitätsprodukte. Wir werden daher auch künftig, unterstützt durch ein sachgerechtes Bundestierschutzgesetz, alles daran setzen, den Österreichern sichere und hochwertige Lebensmitteln anzubieten", so Wlodkowski abschließend.
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