Starker Auftritt des Fachverbandes Werbung auf der Publica 03

Neues Ausbildungsmodell der Werbegestalter/Messedesigner - FV kritisiert Vergabe eines öffentlichen Kommunikationsetats - Ruttinger zur Abschaffung der Werbesteuer

Wien (PWK 213) - "Im Fachverband Werbung + Marktkommunikation mit seinen gesamt 15.774 aktiven Gewerbeberechtigungen in den verschiedenen Bereichen der Kommunikationswirtschaft bilden die Werbegestalter mit 1.093 aktiven Gewerbeberechtigungen (Stand Ende 2002) eine wichtige Gruppe", untermauert Walter Ruttinger, Bundesobmann des Fachverbandes Werbung + Marktkommunikation in der Wirtschaftskammer Österreich, die Bedeutung der Berufsgruppe mit Zahlen. "Allerdings zählt die Profession der Werbegestalter zu den wenigen Gewerben in Österreich, für das - seit Herbst 2002 - keine Ausbildungsmöglichkeit mehr besteht", beklagt Alexander Nowotny, stellvertretender Obmann der Berufsgruppe der Werbegestalter im Fachverband Werbung in der WKÖ, die Situation. Die Werbegestalter in Gestalt von Nowotny haben nun auf Basis des Berufsbildes und der geänderten Anforderungen an dieses einen neuen Lehrplan erstellt. Bis Sommer 2003, so Nowotny, würden mögliche Träger dieser Ausbildung sondiert. Ziel sei es, ab Herbst in Österreich ein neue Ausbildungsmöglichkeit zum Werbegestalter anzubieten. Dafür würden derzeit drei Varianten ventiliert: Ein neuer Lehrgang als berufsbegleitende Abendausbildung, ein System modularer Kollegs, ergänzt durch eine zentrale Sommerakademie, die auch als Weiterbildungsangebot der Branche genutzt werden kann oder ein Tageskurs als Ausbildungsangebot in Zusammenarbeit mit Betrieben der Branche. "Zentraler Inhalt dieses Bildungsangebotes soll neben den theoretischen Grundlagen auch eine Praxisverpflichtung sein."

Der Problematik von EU-weiten Ausschreibungen widmet sich Albin Dieringer, Fachgruppenvorsteher der Fachgruppe Werbung + Marktkommunikatin in Wirtschaftskammer Kärnten: "Konkret geht es um eine Below-the-Line-Aktivität der Kärnten Werbung mit einem Gesamtbudget in der Höhe von 350.000.- Euro. Eine öffentliche Ausschreibung wurde dafür aber nicht durchgeführt." Und das, so Dieringer, obwohl ab einem Betrag von 200.000.- Euro eine solche zwingend vorgeschrieben sei, weil die Below-the-Line-Aktivität einer Gesamtkampagne (= Agenturleistung) zugeordnet werden könne. Dieringers Resüme: "Was einer Kampagne zuzurechnen ist und was nicht, darüber herrscht im öffentlichen Bereich noch vielfach Unklarheit." Der Fachverband werde aber im Herbst einen "Kodex für öffentliche Ausschreibungen herausgeben, der diesebzüglich Klarheit schaffen solle, so Dieringer.

FV-Obmann Ruttinger sprach sich in seinem Vortrag bei der Eröffnung der Publica 03, die noch bis 11. April im Messezentrum Wien stattfindet, vehement für eine Abschaffung der Werbesteuer aus: Er bezeichnete sie - 1927 als ein auf fünf Jahre befristetes Provisorium eingeführt - als Anachronismus sondergleichen. "Derzeit werden jährlich 90 Millionen Euro Werbesteuer für nichts eingehoben." Ruttinger warnt im Zusammenhang mit den Plänen einer Besteuerung auch von Direct Mails vor einem weiteren Ansteigen der Werbesteuer-Last:
"Der typisch österreichische Missstand Werbesteuer muss vielmehr endlich ein Ende haben." (JR)

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