Amon: Bei Bildungspolitik von Inputsteuerung zur Outputorientierung

Reformprozess auf breiter Basis betreiben

Wien, 9. April 2003 (ÖVP-PK) "Bildungsministerin Elisabeth Gehrer hat darauf verwiesen, dass es einen Paradigmenwechsel unter ihrer Ressortleitung in der Bildungspolitik gibt, nämlich weg von der klassischen Inputsteuerung, die es in der Vergangenheit gegeben hat, hin zur Outputorientierung", sagte heute, Mittwoch, ÖVP-Bildungssprecher Abg.z.NR Werner Amon in einer Pressekonferenz in Wien. Es sei Gehrer zu verdanken, dass sich Österreich nunmehr an internationalen Vergleichsstudien, wie der PISA Studie, beteilige, sagte der ÖVP-Bildungssprecher. ****

Daran sehe man sehr deutlich, dass manche Staaten mit einem geringeren Input, etwa was die finanziellen Ressourcen betreffe, einen höheren Output erzielen könnten. Das hieße, es bedeute nicht automatisch, dass wenn man mehr Geld in ein System pumpe, gleichzeitig das Ergebnis besser würde. "Es bedeutet vor allem, dass der eigentliche Auftrag an eine moderne Bildungspolitik ist, sich den Output genauer anzusehen", so Amon. ****

"Die Planungsmodelle der 70er und 80er Jahre, wo man ewig lange diskutiert, Modelle erprobt, vorsichtig eingeführt und dann wieder von vorne begonnen hat, sind mehr als überholt. Die heutige Vorgabe ist, ein Modell zu diskutieren, es umzusetzen, es zu evaluieren und gegebenenfalls nachzujustieren - und das darf nicht ewig dauern", so Amon. Mit der Reformkommission unter der Leitung von Prof. DDr. Haider sei es der Volkspartei ein großes Anliegen, diesen Reformprozess auf breiter Basis zu betreiben. Daher würden in allen Bundesländern einschlägige Veranstaltungen durchführt und mit allen betroffenen Gruppen - den Lehrern, den Eltern und den Schülern - die neuen Modelle diskutiert werden.

Der Opposition, die im Augenblick "stark unterwegs" sei, die Stundenkürzungen zu kritisieren, sei "ins Stammbuch geschrieben", dass sie selbst es gewesen seien, die seit vielen Jahren eine derartige Entlastung verlangt hätten. "Es war die Opposition selbst, die uns nach der Präsentation der PISA-Studie sehr scharf in der Frage, warum denn etwa Finnland mit einer ungleich geringeren Stundenanzahl ein viel besseres Ergebnis erzielen kann, kritisiert hat. Die Opposition ist jetzt dazu eingeladen, am neuen Modell und an neuen Lehrplänen mitzuarbeiten und ihre Ideen einzubringen", so der Bildungssprecher abschließend.

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