Muttonen: Enttäuschung über Urheberrechtsgesetz-Novelle

Wien (SK) "Es ist bedauerlich, dass die Wünsche der Künstlerinnen und Künstler für ein modernes Urheberrecht wieder einmal nicht berücksichtigt wurden. Die Novelle zum Urheberrechtsgesetz schränkt nicht nur die Rechte der Konsumenten ein, sondern vergisst auch auf die Bedürfnisse der Kreativen", kritisiert SPÖ-Kultursprecherin Christine Muttonen das Ergebnis der gestrigen Beratungen der Urheberrechtsgesetz-Novelle 2003 im Justizausschuss. ****

Ein 2002 vorgelegter Reformentwurf habe neben der Umsetzung der Inhalte einer EU-Richtlinie noch zahlreiche Regelungen enthalten, die auf eine vernünftige Neuorientierung des antiquierten österreichischen Urheberrechts hoffen ließen. Die entsprechenden Bestimmungen seien aus dem jetzt dem Parlament vorliegenden Entwurf wieder eliminiert worden. "Die Künstlerinnen und Künstler werden mit ihren berechtigten Forderungen und Wünschen nach einem modernen Urheberrecht schon wieder auf einen späteren Zeitpunkt vertröstet. Mit dieser jetzt unter hohem Zeitdruck behandelten Urheberrechtsgesetz-Novelle hat die Bundesregierung die Chance verpasst, eine Regelung zu treffen, die einen gerechten Ausgleich der Interessen vorsieht", sagte Muttonen abschließend. (Schluss) se/mp

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