Aufbruchsstimmung im Prater

Die nächsten Schritte

Wien (OTS) - Ende Oktober 2002 hat die Stadt Wien, vertreten durch die MA 21A, zu einem öffentlichen Ideenfindungsprozess für den Bereich Prater geladen. Explizit angesprochen wurden fünf geladene Teilnehmer: Circus Roncalli / Bernhard Paul, Imaginvest / Emmanuel Mongon, ArtEvent / Stefan Seigner, Landmark Entertainment Group und Explore Erlebnis Produktionen. Weitere Interessenten bzw. Ideengeber sowie auch die Bevölkerung waren ebenfalls eingeladen, Beiträge zu leisten. Auf einer Internetplattform (
http://www.wien.gv.at/prater-neu-forum/ ) wurden die
Ausschreibungsunterlagen bereit gestellt und formale Kriterien erläutert sowie Ansprechpartner für Rückfragen genannt.

"Wir freuen uns sehr" so Vizebürgermeisterin Grete Laska und Planungsstadtrat DI Rudolf Schicker am Mittwoch in einem Mediengespräch, "dass so zahlreiche und höchst qualitative Konzepte abgegeben wurden. Vor allem die Tatsache, dass sich auch einzelne Praterunternehmer bzw. der Praterverband am Ideenfindungsprozess beteiligt haben, zeigt die Aufbruchsstimmung, die in diesem Bereich herrscht." Mit der heutigen Präsentation aber beginnt eine neue Phase. "Die Zeit der Ideensuche ist nun endgültig abgeschlossen, nun geht es ganz konkret an die Umsetzung - wie es einige der eingereichten Projekte schon zeigen."

75 Konzepte zum Prater eingereicht

Insgesamt 75 Konzepte mit Ideenvorschlägen wurden eingereicht, darüber hinaus diverse Einreichungen ohne Projektideen wie etwa Bewerbungsschreiben oder E-Mails an die Internet-Plattform, die sich großteils auf den Ist-Stand im Prater bezogen.

Der professionelle Hintergrund der Einreicher ist breit gestreut: Entertainmentspezialisten bzw. Consulter und Entwickler haben sich ebenso an dem Ideenfindungsprozess beteiligt wie Architekten und Raumplaner. Es gibt Projekte von Studentengruppen (TU, BOKU, 15 Konzepte der WIFI-Werbeakademie) und von Künstlern, Designern und Multimedia-Spezialisten. Einzelne Praterunternehmer haben sich ebenso beteiligt wie der Prater-Verband. Auch aus dem Kultur- und Tourismusbereich kamen Ideen.

Ideenfindungsprozess PRATER NEU: Die Resultate

Inhaltlich sind 2 große Schwerpunkte auszumachen:
Einzelne Projekte befassen sich mit dem Gesamtbereich - hier gibt es Überlegungen zu strategischen Ansätzen, städtebauliche Konzepte, methodische Vorschläge, Vorschläge für Verkehrs- und Leitsysteme, Betriebs- und Marketingkonzepte ebenso wie Vorschläge für den Ganzjahresbetrieb.
Andere lieferten gestalterische Ideen für einzelne Bauwerke, Infosysteme etc., Vorschläge für Einzelbereiche (mit oder ohne Finanzierungskonzept) sowie punktuelle Vorschläge für den öffentlichen Raum, die Eingangsbereiche oder gastronomische Lösungen.

Obwohl die Konzepte in sehr unterschiedlicher Qualität vorliegen und auch die Realisierungschancen unterschiedlich sind, wurden sämtliche Ergebnisse ausgewertet. Jeweils vergleichbare Ideen wurden in Gruppen zusammengefasst und einzelne nun zu einer Prämierung (Anerkennungspreis für die Idee) vorgeschlagen.

Die Prämierungen

Anerkennungspreise im Gesamtwert von 25.000 EUR werden vergeben, um die besten Entwürfe - unbeschadet ihrer Realisierbarkeit - zu würdigen.

Imaginvest - Emmanuel Mongon

o AG - umfassende Konzepte mit diversen Einzelideen zum Gesamtbereich:
Art Event (Strukturbereinigung - Projektbegleitung)
Explore (Dramaturgisches Basiskonzept)

o A1 - Projekte, mit guten entwicklungsfähigen Einzelideen:
ARGE Planact Projekthaus (Clown Town)
Suhrada & Pickart (Magic Entertainment Center)
Original Wiener Praterkasperl (Praterkasperlkonzept)
Gerhard Zsambok (Pavillon des Wassers)
Bernhard Paul / Circus Roncalli (Roncallis Kaisergarten im
Prater)
Inlineskating Association (Skate-Bahn in der Krieau)

o A2 - Projekte mit durchmischten Konzeptansätzen, die einzelne interessante Ideen enthalten:
Wenzel consulting (Erlebnislandschaft)
Martin Brunner (Wurstelprater neu)
Condopoulos-Pavelka-Thum (CD mit Zoneneinteilung)
JS Architekten (Donauwelt - PraterNoster)
SHA GTT (Themenpark)
TESTA&RESTO - Pint + Göd (Der Prater - ein elementares Vergnügen)

Sämtliche prämierten Projekte sowie die Auswertung der Ergebnisse werden innerhalb der nächsten 2 Wochen im Internet unter
http://www.wien.at/prater-neu-forum/ veröffentlicht. Im Rahmen einer
kleinen Ausstellung, die für Mai/Juni geplant ist, werden alle eingereichten Konzepte zur öffentlichen Einsicht aufgelegt.

So geht es weiter

Nur ein Teilnehmer, Imaginvest / Emmanuel Mongon hat einen Vorschlag für die Projektsteuerung zur Entwicklung eines Masterplanes eingereicht. Dieser Vorschlag sieht die Entwicklung eines Masterplans innerhalb von 9 Monaten vor. In diesen Prozess werden einerseits internationale Experten und andererseits Fachleute aus Wien (Prater Verwaltungsgesellschaft mbH, Fachabteilungen der Stadt, Praterunternehmer diverse Experten) einbezogen.

Sämtliche im Zuge des Ideenfindungsprozesses vorliegende Vorschläge könnten als Reservoir dienen. In dieser Phase soll versucht werden, Ideenbringer und Umsetzer zusammenzuführen und entsprechende Projektpartnerschaften anzubahnen.

Vor allem aber gilt es zu klären, ob die Ideen innerhalb der Rahmenbedingungen umsetzbar und mit anderen Vorschlägen vereinbar sind, ob eine realistische finanzielle Basis und vor allem die technische und wirtschaftliche Machbarkeit bestehen. Dies alles wird vor dem Hintergrund der Umweltbeeinflussung, des Marketings, der BesucherInnen sowie operationeller und wirtschaftlicher Kriterien auf längerfristige Entwicklungs-möglichkeiten hin beleuchtet. Die Stadt Wien wird Verhandlungen mit Imaginvest aufnehmen, um zu klären, wie die Rahmenbedingungen einer Beauftragung zur Erstellung eines Masterplans aussehen könnten.

rk-Fotoservice: http://www.wien.gv.at/ma53/rkfoto/

(Schluss) eg

Rückfragen & Kontakt:

PID-Rathauskorrespondenz:
http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Mag. Eva Gaßner
Tel.: 4000/81 850
Handy: 0664/33 60 917
ega@gjs.magwien.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK0015