Rossmann: "AHS-Gewerkschafter agieren mehr als unverantwortlich"

Mißbrauch von Lehrern und Schülern für rein parteipolitische Spielchen - Protestmaßnahmen sind leicht zu durchschauendes populistisches Manöver

Wien, 2003-04-09 (fpd) - Zu den von der AHS-Gewerkschaft heute initiierten Protestmaßnahmen meinte FPÖ-Bildungssprecherin Abg. Mares Rossmann, daß die Gewerkschafter damit die Lehrer für ihre parteipolitischen Spielchen mißbrauchten. ****

Die Gewerkschafter, die jetzt gegen den Entwurf einer Kürzung der Unterrichtsstunden Sturm liefen, seien schon sehr lange vom aktiven Unterrichtsgeschehen entfernt, so daß sie gar nicht mehr wissen könnten, was das heutige Bildungssystem eigentlich den Schülern abverlange, meinte Rossmann. Außerdem sei es absurd, daß mit diesem Aktionstag nahezu 38.000 Schulstunden verloren gingen, was weitaus mehr sei, als dies durch die beabsichtigten Reduktionen der Fall sei. Dies sei ein leicht zu durchschauendes populistisches Manöver, das nicht den Interessen von Lehrern und Schülern diene, sondern einzig und allein den parteipolitisch motivierten Interessen der Gewerkschaft. Außerdem sei es ja nicht das erste mal, daß die Gewerkschaften solche Politspektakel ins Leben gerufen hätten, erinnerte Rossmann an viele Schulaktionen während der ersten blau-schwarzen Regierungsperiode.

Rossmann findet es außerdem äußerst unverantwortlich, daß gerade in einer prüfungsintensiven Schulphase, nämlich vor den Osterferien und vor den Maturaterminen, die Unterrichtsstunden ausfallen würden und den Schülern damit ein Bärendienst erwiesen werde. "Die Gewerkschaften sollten sich ein Beispiel an dem Bundesland nehmen, in dem die Freiheitlichen die politische Verantwortung für den Schulbereich haben", so die FPÖ-Bildungssprecherin. In Kärnten werde der heutige 9. April nicht als Aktionstag, sondern einheitlich in Form von maximal dreistündigen Dienststellenversammlungen geführt. Dem Kärntner Landesschulrat sei keine Schule bekannt, an der die Lehrer oder die Direktion versuchten, den Tag für die Schülerinnen und Schüler frei zu geben. "Die Schlagzeile der 'Kleinen Zeitung', daß die Klassen leer bleiben, ist somit völlig unrichtig", zeigte sich Rossmann erfreut. "Neben der Erarbeitung eines Konzepts, um während der Sommerferien Förderunterricht auch in der eigenen Schule anzubieten, ist insbesondere die Forderung so genannter 'Fächerbündelungen' , die es durch entstehende Synergieeffekte ermöglichen sollen, eine Entrümpelung des Lehrplanes zu vereinfachen und somit eine echte Reform des Lehrplanes durchzuführen, eine unserer wichtigsten Vorhaben ", so Rossmann abschließend. (Schluß)

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