ÖH: Entwicklung der Hochschulfinanzierung hat katastrophalen Folgen für Studierende

Rektorenchef Winckler zeigt Problematiken auf

Wien (OTS) - Die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) unterstützt die heute vom Vorsitzenden der Rektorenkonferenz, Georg Winckler, gefundenen deutlichen Worte zur mangelnden Hochschulfinanzierung. Entgegen aller Ankündigungen von Regierungsseite sinkt das Budget für die Universitäten seit 1999 kontinuierlich. Trotz angeblicher "Unimilliarde" und der Ankündigung, die Einnahmen aus den Studiengebühren würden den Universitäten zu Gute kommen, beträgt die Höhe des Hochschulbudgets heute noch immer wesentlich weniger als noch vor vier Jahren. Standen 1999 noch 2,405 Milliarden Euro für die Universitäten zur Verfügung, sind es heute nur noch 2,398 Milliarden. BIP-anteilig ist das Budget im selben Zeitraum sogar von 1,22 Prozent auf 1,11 Prozent gesunken.

"Die Gründe für überfüllte Hörsäle und dem Mangel an Lehrveranstaltungen sind deutlich sichtbar", kommentiert ÖH-Vorsitzende Andrea Mautz. "Nicht die Universitäten tragen die Schuld an derartigen Zuständen, sondern der mangelnde Wille von Seiten der Politik Forschung und Lehre entsprechend zu finanzieren." Als Leidtragende erkennt Mautz schließlich die Studierenden, deren Studium sich aufgrund des sinkenden Hochschulbudgets und der dadurch schlechteren Studiensituation verzögert. "Es ist zynisch von Ministerin Gehrer immer wieder auf die Universitäten zu verweisen, wenn Missstände an sie herangetragen werden. Sie sollte lieber für entsprechend Finanzierung der Hochschulen sorgen", so Mautz.

Anita Weinberger, zweite Frau im ÖH-Vorsitzteam, hofft, dass Rektorenchef Winckler seine harte Linie gegenüber der Ministerin beibehalten wird: "Wir unterstützen Rektor Winckler in dieser Angelegenheit gerne von studentischer Seite. Immerhin spüren wir als Studierende die Auswirkungen der sinkenden Budgets in noch größerem Ausmaß, als er. Ich hoffe, dass Rektor Winckler gemeinsam mit uns darauf hinwirken wird, dass sich diese Situation ändert und Bildung und Forschung nicht weiterhin dem budgetären Kahlschlag preisgegeben werden."

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