OeNB - Österreich Spitzenreiter bei Direktinvestitionen in Zentral- und Osteuropa

OeNB Vize-Gouverneurin Tumpel-Gugerell präsentiert UNCTAD World Investment Directory (Zentral- und Osteuropa)

Wien (OTS) - "Rund dreißig Prozent der österreichischen Direktinvestitionen gehen in die Staaten Mittel- und Osteuropas, während weltweit weniger als 2% der Direktinvestitionen in diese Region fließen", zitierte Vize-Gouverneurin Dr. Tumpel-Gugerell
aus dem soeben erschienen World Investment Directory (Zentral-
und Osteuropa) der Vereinten Nationen (UNCTAD - United Nations Conference on Trade and Development). In Slowenien und Kroatien
ist Österreich mit 45 bzw. 30% am jeweiligen Direktinvestitionskapitalstock der mit Abstand absolut größte ausländische Investor. In Ungarn, der Tschechischen Republik und der Slowakischen Republik liegt Österreich mit etwa 10 bis 20%
des Auslandskapitals jeweils hinter Deutschland und den
Niederlanden an dritter Stelle.

Im Jahr 1999 entfielen, so Tumpel-Gugerell weiters, mit
1.019 Direktinvestitionsbeziehungen beinahe die Hälfte der österreichischen Auslandsbeteiligungen, mit 5,3 Mrd EUR mehr als ein Viertel des investierten Kapitals und mit mehr als
199.000 im Ausland beschäftigten Personen rund 60% der Auslandsbeschäftigten auf die Länder Zentral- und Osteuropas.

Wichtigstes Zielland österreichischer Auslandsbeteiligungen
war Ungarn mit 404 Beteiligungen, gefolgt von der Tschechischen Republik mit 257 Beteiligungen, sowie Polen und der Slowakischen Republik mit 101 Beteiligungen. Auffallend sei auch, so die OeNB-Vize-Gouverneurin, dass bei den Investitionsströmen eine deutliche Bevorzugung der unmittelbaren Nachbarregionen besteht.
So engagieren sich burgenländische Investoren fast
ausschließlich in Ungarn, niederösterreichische Investoren sind
in der Tschechischen Republik und in der Slowakischen Republik deutlich überrepräsentiert.

Die Eigenkapitalrentabilität aus österreichischen Direktinvestitionen sei in Zentral- und Osteuropa nach
Überwindung gewisser Anlaufschwierigkeiten mit zuletzt 10,4%
(1999) deutlich höher als in Westeuropa oder Übersee (1999:
5,7%), so Tumpel-Gugerell.

Mit dem bevorstehenden EU-Beitritt der Kandidatenländer sei
mit einem weiteren Anstieg der österreichischen
Direktinvestitionen nach Zentral- und Osteuropa zu rechnen, Vor allem aber würde die EU-Mitgliedschaft der Nachbarstaaten Österreichs jenen Unternehmen, die bereits Direktinvestitionen getätigt haben, zusätzliche Impulse verleihen.

Dr. Gabor Húnya vom WIIW erläuterte in seiner Präsentation
die weltweiten Entwicklungen im Bereich der Direktinvestitionen
von und nach Zentral- und Osteuropa.

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