Kärnten baut auf öffentliche Aufträge

Kärntens Bauwirtschaft im Vorjahr deutlich über Österreichschnitt - LH Haider: Zuwachs bei öffentlichen Aufträgen sorgte für Konjunkturbelebung

Klagenfurt (LPD) - Enorme Zuwächse erzielte im Vorjahr die Kärntner Bauwirtschaft, wie vorläufige Ergebnisse der Landesstelle für Statistik zeigen. So wurden hier insgesamt 779,9 Mio. Euro erwirtschaftet, was gegenüber dem Jahr 2001 eine Steigerung von 9,2 Prozent bedeutet. Damit liegt Kärnten auch deutlich über dem Österreichschnitt, der lediglich ein Plus von 1,7 Prozent aufweist.

Diese positive Entwicklung führte Landeshauptmann Jörg Haider auf gezielte Maßnahmen zur Konjunkturbelebung durch die öffentliche Hand, sowie auf die Kärntner Förderungen für Klein- und Mittelbetriebe zurück. Dies unterstreiche auch die aktuelle Statistik, laut welcher die öffentlichen Aufträge im Vorjahr mit 288,8 Mio. Euro rund 37 Prozent des gesamten Produktionswertes ausmachten sowie ein Plus von 12,4 Prozent verzeichneten.

So brachte laut den Statistikern im Jahr 2002 der Hochbau 497,9 Mio. Euro ein und lag um 6,4 Prozent über dem Ergebnis von 2001, während der Tiefbau mit einem Bauvolumen von 264,7 Mio. Euro das Niveau von 2001 um 16,4 Prozent überschritt. In beiden Sparten übertrifft Kärnten außerdem den Österreichwert, der beim Hochbau minus 0,6 Prozent und beim Tiefbau lediglich plus 1,7 Prozent beträgt.

Positiv war im Vorjahr auch die Kärntner Bilanz in Bezug auf die Produktionswerte. Die größten Zuwachsraten errechneten die Statistiker nämlich für das Burgenland (+ 25,4 Prozent), Tirol (+ 10 Prozent) und Kärnten (+ 9,2 Prozent), während es in Wien (- 8,2 Prozent) und Vorarlberg (- 6,2 Prozent) Rückgänge gab. Auch bei den Produktionswerten liegt Kärnten demnach über dem Bundesdurchschnitt von plus 1,7 Prozent.

Markante Steigerungen verzeichnete die Landestelle für Statistik auch bei der Betrachtung der Kärntner Bauwirtschaft im Dezember 2002. Bei einer wertmäßigen Bauleistung von 78,9 Mio. Euro wurde hier das Produktionsniveau vom Dezember 2001 um nicht weniger als 35,3 Prozent überschritten. Dies sei umso bemerkenswerter, wenn man die bundesweite Bilanz zum Vergleich heranzieht, wo der Wert aus dem Jahr 2001 um lediglich 5,1 Prozent übertroffen wurde, erklärten die Statistiker.

Der Anteil der öffentlichen Aufträge bei den Produktionswerten war auch im Dezember 2002 mit 24,4 Mio. Euro oder 31 Prozent sehr hoch. So waren sie mit einer enormen Steigerung von 29,1 Prozent ausschlaggebend für die insgesamt positive Entwicklung. Auch der Hochbau (+ 37,6 Prozent) und der Tiefbau (+ 32,9 Prozent) waren für die Statistiker am Zustandekommen des ausgezeichneten Ergebnisses maßgeblich beteiligt.
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