"Neue Kärntner Tageszeitung" - Kommentar: Zeit für den Widerstand! (von Claudia Grabner)

Ausgabe vom 09.04.2003

Klagenfurt (OTS) - In Lethargie erstarrt? Ohnmächtig im Gefühl des Verratenseins? Oder was sonst ist los mit Österreich? Frankreich legt die Arbeit nieder, revoltiert gegen eine Pensionsreform, die im rot-weiß-roten Vergleich fast schon als nett durchgehen könnte...

Österreich? Das verstummt in Schweigen. Das große Heer der ASVG-Betroffenen? Betreten. Selbst die tröpfelnde Gewerkschaftsaktion scheint nicht mehr als Pflichtprogramm. Aggressiv scheren einzig die Beamten aus: Noch nicht einmal ansatzweise von den Bösitäten der Regierung gestreift, rufen sie im Vorfeld zum Gegenstoß. (Warum wohl wagt sich die Regierung nicht über den "sensiblen Beamtenbrocken"?)

Man stelle sich vor, eine große Koalition unter SPÖ-Kanzlerschaft wäre Urheber besagten Pensions-Wahnsinns. Hören Sie das Getöse? Den Aufschrei? Können Sie die Lettern erahnen, die tagtäglich die Abberufung der bonzigen rot-schwarzen Allmacht fordern? Sehen Sie, wie gierig sich die blaue Opposition auf dieses Fressen stürzt? Wie lange, denken Sie, könnte Rot-Schwarz überleben? Und vor allem: Wer würde "danach" so tun, als wäre er bei all dem nie dabei gewesen?

Genau "er" - Kanzler Schüssel - tut nun so, als wäre er der Retter unseres Pensionssystems. Wie lange will Österreich der "kalten Enteignung" (Sozialexperte Marin) widerstandslos zusehen?

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