Bures zu Pensionsreform: Unklare und wirre Vorgangsweise - fix bleibt, Pensionen werden radikal gekürzt

Wien (SK) "Die Bilanz zu den Pensionsvorschlägen nach der heutigen Pressekonferenz von Kanzler Schüssel und Vizekanzler Haupt bleibt unverändert: die Pensionen sollen radikal gekürzt werden, die Vorgangsweise bleibt weiter unklar und wirr und Frauen werden eindeutig am härtesten betroffen sein", unterstrich SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Wie "verantwortungslos und zynisch" die geplanten Maßnahmen seien zeige sich darin, dass keine Rücksicht auf reale Lebensverläufe genommen werde. Der enorme Anstieg der Altersarbeitslosigkeit um 117 Prozent gegenüber dem Vorjahr zeige, "dass immer mehr Menschen nicht vom Arbeitsplatz, sondern vom Arbeitsamt in die Pension geschickt werden", so Bures. "Zudem werden die Ankündigungen von Vizekanzler Haupt immer wirrer. Einerseits scheint er eine Volksabstimmung über die Pensionsreform zu unterstützen, andererseits pocht er aber vehement darauf, die Reform wie geplant umzusetzen", so Bures.

Die Abschaffung der vorzeitigen Alterspension bedeutet, dass zusätzlich 85.000 ältere Menschen arbeitslos werden. Wer am 1. Jänner 2004 seine Alterspension antritt, verliert, auch wenn er 40 Versicherungsjahre hat, über Nacht elf Prozent seiner Pension. Einer heute 30-jährigen Frau mit zwei Kindern, die in frühestens 35 Jahren in Pension gehen werde, wird die Pension beinahe halbiert. "Es ist daher mehr als zynisch, wenn Schüssel davon spricht, dass am Ende mehr Geld für soziale Sicherheit ausgegeben wird als jetzt", schloss Bures. (Schluss) ns

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