Pirker: Null Toleranz im Kampf gegen Drogen

45 Millionen Menschen in der EU konsumierten bereits Cannabis

Strassburg, 8. April 2003 (ÖVP-PK) "Die EVP-Fraktion im Europäischen Parlament ist gegen jede Liberalisierung von Drogen. Als Sicherheitssprecher der Fraktion wende ich mich gegen jede Änderung oder Aufweichung der entsprechenden UN-Drogenkonventionen. Ich fordere hingegen deren volle Implementierung in allen Mitgliedstaaten", sagte heute der EVP-Sicherheitssprecher im Europäischen Parlament Dr. Hubert Pirker vor Journalisten in Strassburg. Eine grüne Europaparlamentarierin hatte einen Resolutionsentwurf eingebracht, der für eine Legalisierung von Cannabis eintritt. "Ich werde mit meiner Fraktion morgen gegen diese Resolution stimmen und als Vertreter des Europäischen Parlaments diese Position auch in der kommenden Woche auf der UN-Konferenz in Wien nachdrücklich vertreten", so Pirker weiter. ****

Am 16. und 17. April 2003 findet in Wien eine Konferenz des UN-Wirtschafts- und Sozialausschusses statt, bei der die EU mit einer Delegation vertreten sein wird. Die Resolution sollte den gemeinsamen Standpunkt des Parlaments für diese Konferenz wiedergeben. "Die Berichterstatterin will aber eine Änderung der Drogenkonvention von 1961 erreichen und fordert, Cannabis von der Liste der verbotenen Stoffe zu streichen. Diese Forderung nach der Freigabe von Haschischprodukten weist die EVP mit Entschiedenheit zurück. Im Interesse des Schutzes der Jugend und einer effizienten Bekämpfung der Drogenkriminalität wird die EVP-ED-Fraktion diesen Resolutionsvorschlag ablehnen", betonte Pirker.

Nach einer Vielzahl breiter und europaweiter Erhebungen habe bereits jeder dritte junge Europäer mindestens einmal Cannabis probiert - das Einstiegsalter für den ersten Drogengebrauch sinkt. "Diese Fakten sind eine Aufforderung an uns, noch engagierter gegen eine Legalisierung von Drogen zu kämpfen. Die EVP steht dabei für ein Programm, dass gleichzeitig Prävention, Repression und Reintegration im Kampf gegen Drogen bietet." Auch in Österreich selbst hätten bereits knapp 60 Prozent der 12- bis 25-jährigen Cannabis konsumiert, die Tendenz sei steigend. Gleichzeitig steige die Bedeutung von Cannabis als 'Wochenend- und Freizeitdroge'.

"Junge Menschen unterschätzen nur zu oft die schwerwiegenden Folgen des Drogenmissbrauchs. Allein Cannabis enthält 420 schädliche Inhaltsstoffe. Ärzte bestätigen das Risiko für Schäden an Körper und Psyche. Aus allen diesen Gründen müssen wir den Kampf gegen Drogen und jeden Versuch der Liberalisierung vorantreiben - gerade und weil Sozialisten und Grüne derart verantwortungslos handeln", sagte Pirker abschließend.

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