FP-Ilgenfritz stimmt gegen Tschechiens EU-Beitritt

Der freiheitliche EU-Abgeordnete Mag. Wolfgang Ilgenfritz wird morgen im Europäischen Parlament gegen den Beitritt Tschechiens stimmen. Für ihn sei klar, dass Tschechien trotz mehrmaliger Aufforderungen, seine Vergangenheit aufzuarbeiten, nach wie vor an dieser festhält. Er fordere eine eindeutige versöhnliche Geste gegenüber den Vertriebenen und auch die Bereitschaft Tschechiens, den durch das Unrecht entstandenen Schaden zumindest teilweise wieder gut zu machen.

In diesem Zusammenhang erinnert Ilgenfritz auch daran, dass zwischen 1945 und 1946 rund 3 Millionen Deutsche und Ungarn von der Vertreibung und Enteignung in Tschechien betroffen waren. Durch die Vertreibung hätten zehntausende Sudetendeutsche ihr Leben verloren. 10.000 Betriebe von Sudetendeutschen wurden verstaatlicht, rd.1,3 Mio. Hektar landwirtschaftliche Flächen und rd. 1,3 Mio. Hektar Wald wurden enteignet - großteils ohne Zahlung von Entschädigungen. Bei den Benes-Dekreten handle es sich auch keinesfalls um "totes Recht", wie von den Tschechen immer wieder behauptet werde. Er werde daher konsequenterweise - wie bereits angekündigt - gegen den Beitritt Tschechiens stimmen, schloss Ilgenfritz.

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