Neues Rekordergebnis für "Licht ins Dunkel": 12,5 Millionen Euro für Bedürftige

Wien (OTS) - Die 30. Kampagne von "Licht ins Dunkel" war die
bisher erfolgreichste in der Geschichte der Hilfsaktion: Nach Abschluss des aktuellen Geschäftsjahres, das am 31. März endete, steht ein neues Rekordergebnis fest: 12.567.923,72 Euro wurden für behinderte und Not leidende Menschen, insbesondere für Kinder in Österreich, gespendet. Damit wurde das Vorjahresergebnis (11.295.489,45 Euro) um mehr als 1,2 Millionen Euro übertroffen. Die Bilanz der Kampagne 2002/2003 stellten ORF und Verein "Licht ins Dunkel" am Dienstag, dem 8. April, bei einem Pressegespräch im Presseclub Concordia in Wie vor.

Allein im vergangenen Jahr konnten 397 Sozialhilfe- und Behindertenprojekte im ganzen Land unterstützt werden. Im Rahmen der Soforthilfe wurden Unterstützungen an 3.523 Familien mit insgesamt 8.856 Kindern ausgezahlt. Die Kampagne 2002/2003 war die erfolgreichste in der Geschichte von "Licht ins Dunkel": Insgesamt wurden damit in 30 Jahren 119,4 Millionen Euro (1,6 Milliarden Schilling) gespendet.

Jörg Ruminak, der neue Leiter für soziale und humanitäre Belange im ORF: "Ich habe das Erbe und damit die Verantwortung für die sozialen Hilfsaktionen des ORF mit großer Demut übernommen. Hier ist in den vergangenen 30 Jahren Großartiges geleistet worden. Abseits von immer neuen Spendenrekorden hat die Aktion 'Licht ins Dunkel' durch ihre mediale Präsenz und Öffentlichwirksamkeit vieles bewegt, zu einem Umdenkprozess in Richtung Integration statt Isolation beigetragen. Hier gilt es fortzusetzen, den Dialog mit den Betroffenen weiter zu intensivieren und zu institutionalisieren."

KR Erik Hanke, Präsident des Vereins "Licht ins Dunkel", der mit Geschäftsführerin Christine Tschürtz über die sinnvolle Verwendung der Gelder wacht: "Auch und insbesondere in der Jubiläumskampagne haben die Österreicherinnen und Österreicher durch ihre Großherzigkeit bewiesen, dass sie hilfsbedürftigen Menschen in unserem Land zur Seite stehen. Trotz der 'Hochwasser Soforthilfe', für die im Sommer des Jahres innerhalb kürzester Zeit mehr als 80 Millionen Euro gesammelt wurden, haben unsere treuen Spender für 'Licht ins Dunkel' abermals ihre Herzen und Geldbörsen geöffnet. Dafür wollen wir heute 'Danke' sagen."

Christine Tschürtz: "Das Spendenaufkommen war wieder höher als im Vorjahr. Dadurch hat der Verein 'Licht ins Dunkel' die Möglichkeit, noch mehr Kinder, Vereine, Initiativen und Organisationen zu unterstützen. Auch wenn der Zenit immer neuer Spendenrekorde irgendwann erreicht sein wird, ist es mir ein persönliches Anliegen, dass wir auch in Zukunft weiterarbeiten können wie bisher, weil ich in meiner täglichen Arbeit sehe, wie sehr Hilfe auch in unserem zivilisierten Land Not tut - und das nicht nur zu Weihnachten, sondern das ganze Jahr über."

"Licht ins Dunkel"-Initiator Kurt Bergmann, der für die Leitung der 30. Kampagne verantwortlich zeichnete, bezeichnete das Spendenergebnis auch als eine Art "Abschiedsgeschenk". Bergmann: "Mit dem Herzen werde ich immer 'Licht ins Dunkel' verbunden bleiben." Stünden ihm drei Wünsche an die gute Fee offen, so Bergmann weiter, würde er sich für die Zukunft der Aktion erstens "in den nächsten Jahren ein Klima in Österreich und Europa wünschen, in dem behinderte Menschen Teil der Normalität sind, zweitens, dass Regierungen und Parlamente die Bürgergesellschaft nicht nur diskutieren, sondern auch gesetzliche Rahmenbedingungen für ihre Verwirklichung schaffen, und drittens eine ganze Reihe konkreter Maßnahmen, um die privaten Spender zu motivieren und Hilfsorganisationen zu entlasten".

Die Geschichte von "Licht ins Dunkel" ist eine Erfolgsgeschichte

Was 1973 als halbstündige Radiosendung im ORF-Landesstudio Niederösterreich begann, hat sich mittlerweile zur größten privaten Hilfsaktion für Not leidende und behinderte Menschen in Österreich entwickelt. 2.500 Euro (33.800 Schilling), so lautete das Ergebnis am Heiligen Abend 1973 - 12,5 Millionen Euro (173 Millionen Schilling) waren es im vergangenen Jahr. Damit sind die Österreicherinnen und Österreicher Spendenweltmeister. Darüber hinaus ist diese Aktion auch so etwas wie ein österreichischer Weihnachtsbrauch geworden. Gemeinsam mit dem "Friedenslicht aus Bethlehem", das als ein Symbol des Friedens und als ein "Danke" an die Spender im Vorjahr erstmals auch nach Amerika gebracht wurde, ist "Licht ins Dunkel" ein fixer Bestandteil des Weihnachtsfestes geworden.

"Licht ins Dunkel" ist selbstverständlich auch ein Fernsehevent. Ohne die mediale Power des ORF, der die Funktion des "elektronischen Klingelbeutels" übernommen hat, wäre der Erfolg der Aktion nicht denkbar gewesen.

Allein die "Licht ins Dunkel"-Sendung am Heiligen Abend bedeutet im Schnitt 583 Minuten oder beinahe zehn Stunden Live-Fernsehen vom Küniglberg in Wien, hinzu kommen 240 Sendeminuten oder vier Stunden Live-Programm aus jedem Landesstudio sowie 255 Minuten oder viereinhalb Stunden Zusammenfassung der Highlights in der Nacht. Insgesamt werden mehr als 50 Stunden TV-Programm an einem einzigen Tag produziert und ausgestrahlt. Im Verlauf des Tages erreicht "Licht ins Dunkel" einen weitesten Seherkreis von 2,2 Millionen Menschen.

"Licht ins Dunkel" - Netzwerk und Kompetenzzentrum des ORF

Die ORF-Radioprogramme sind ebenso wie die Landesstudios wichtige und unverzichtbare Bestandteile des "Licht ins Dunkel"-Netzwerkes. Ö1, Ö3 und FM4 bewerben und unterstützen die Aktion seit Jahren mit genau definierten Projekten. Die Landesstudios veranstalten eigene Events und Aktionen. Darüber hinaus promoten ORF ON und ORF TELETEXT die Kampagne. Das Internet als jüngstes Medium steht unter http://lichtinsdunkel.ORF.at zur Verfügung.

Jörg Ruminak, der die Leitung der ORF-Stabsstelle "Humanitarian Broadcasting" übernommen hat, betonte anlässlich der Pressekonferenz:
"Um das hohe Spendenniveau der Aktion als Trägerplattform auch in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten zu halten und damit die Tätigkeit vieler Organisationen und Vereine abzusichern, wird es aber auch notwendig sein, neue Zielgruppen zu erschließen, neue Wege im Bereich des Fundraising zu beschreiten."
Eine Zielsetzung für 2003 wird daher auch sein, in Kooperation mit der ORF-Online-Direktion, die Attraktivität und Funktionalität der Website weiter zu steigern, um "Licht ins Dunkel" noch intensiver als bisher via Internet zu unterstützen.
Darüber hinaus soll in regelmäßigen "Feedback-Runden" mit Betroffenen und den programmgestaltenden Kräften des Hauses die mediale Aufbereitung des Themas Behinderung in ihrer Vielschichtigkeit diskutiert und hinterfragt werden.

Gleichzeitig, so Ruminak, sehe der ORF gerade das "Europäische Jahr der Menschen mit Behinderungen 2003" auch als Chance, die Stabsstelle "Humanitarian Broadcasting" als Kompetenzzentrum und Servicestelle für betroffene Menschen in unserem Land verstärkt ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken und zu verankern, "dass der Name 'Licht ins Dunkel' nicht nur für Spendenrekorde steht, sondern auch für die lange Tradition des ORF auf diesem Gebiet. Dreißig Jahre 'Licht ins Dunkel' bedeuten auch 30 Jahre humanitäres Engagement. Dieses gilt es fortzusetzen."

Rückfragen & Kontakt:

ORF-Humanitarian Broadcasting
Christine Kaiser
Telefon: (01) 878 78-12422
http://lichtinsdunkel.ORF.at
http://kundendienst.ORF.at

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