Herzog: Häupl muß Rettung der Sofiensäle zur Chefsache erklären!

"Schon mehr als fünf nach zwölf..." - Stadtverwaltung dringlich gefordert!

Wien, 2003-04-08 (fpd) - Die Verlotterung der Sofiensäle ist eine kulturpolitische Schande der Sonderklasse für unsere Stadt. Bürgermeister Häupl ist einmal mehr aufgerufen, diese Causa zur Chefsache zu erklären und raschest einen Plan zur Rettung dieser für unsere Stadt historisch interessanten Bausubstanz zu präsentieren, so heute der Wiener FPÖ-Stadtrat Johann Herzog. ****

Es könne nicht länger angehen, daß die Stadtverwaltung diesen Schandfleck akzeptiere und stadtplanungspolitisch darauf keine Antwort wisse. Herzog erinnerte in diesem Zusammenhang an die historische und künstlerische Vergangenheit dieser wesentlichen Kultureinrichtung in Wien. Die 1838 als Badeanstalt erbauten Säle wurden schon bald nach der Errichtung auch als Räumlichkeiten für Musik- und Tanzveranstaltungen verwendet. Auch für die Strauß-Dynastie waren die Sofiensäle ein wichtiger und wesentlicher Schnittpunkt ihres Kulturschaffens. Der große Saal verfüge durch das darunter liegende Schwimmbecken über einen einmaligen Klangkörper und war daher vor allem für Schallplatten- und CD-Aufnahmen ein beliebter Ort und ein Treffpunkt für namhafte Künstler aus der ganzen Welt. Karajan, Böhm und Berstein wählten die Sofiensäle für Operneinspielungen.

Es sei schon mehr als fünf nach zwölf, so daß die Wiener Stadtregierung endlich reagieren und einen tauglichen Plan zum Erhalt der historischen Bausubstanz präsentieren müsse. Darüber hinaus müsse die Stadt auch dringend Sicherungsmaßnahmen ergreifen, damit durch Untätigkeit die Bausubstanz nicht unwiederbringlich verloren geht. Wenn die Bürgermeisterpartei nicht dazu in der Lage ist, das Einvernehmen mit dem Eigentümer oder etwaigen privaten Investoren zu finden, dann muß notfalls auch die öffentliche Hand einspringen", forderte Herzog. (Schluß) HV

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