Land Kärnten beschließt größte Exportförderung

"Kärnten-Büros" im Ausland sollen Kärntner Unternehmen bei Marktbearbeitung unterstützen - Kärnten-Technologie als vernetzter Exportpartner der heimischen Wirtschaft

Klagenfurt (LPD) - Die Kärntner Landesregierung hat in der
heutigen Sitzung auf Antrag von Wirtschaftsreferent LHStv. Karl Pfeifenberger die neue Förderrichtlinie "Förderung für Kooperationen in Neuen Märkten" beschlossen. Unternehmenskooperationen werden nun bei der Bearbeitung von neuen zukunftsträchtigen Märkten wie Slowenien, Kroatien, Veneto etc. massiv von der Kärnten Technologie (KT) als Entwicklungsagentur des Landes unterstützt.

Wie Landeshauptmann Jörg Haider dazu betonte, sei das Ziel, den Auftritt Kärntner Unternehmen auf europäischen und außereuropäischen Märkten dadurch zu erleichtern, dass die Bildung von Netzwerken im Bereich des Marktaufbaus, der Markterschließung und der Marktsicherung unterstützt werden. Förderungswerber können Produktionsbetriebe des industriell-gewerblichen Sektors, innovative produktionsnahe Dienstleistungsbetriebe bzw. Betriebe im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie sein, deren Standorte sich in Kärnten befinden und die sich mit dem Ziel zusammenschließen, die Marktchancen der Partnerunternehmen auf dem europäischen und außereuropäischen Markt zu verbessern. Das Netzwerk muss aus mindestens drei Unternehmen der beschriebenen Zielgruppe bestehen.

Eine weitere Zielsetzung soll laut Wirtschaftsreferent Pfeifenberger die Steigerung des Absatzes auf den europäischen und außereuropäischen Märkten sein sowie damit verbunden die Verbesserung der Marktposition, die Personalentwicklung, die Absicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen, das Erreichen von Kostenvorteilen sowie die Erhöhung der regionalen Wertschöpfung.

Die Förderung erfolgt durch Gewährung von nicht rückzahlbaren Zuschüssen. Für die Netzwerkbildung beträgt der Zuschuss 50 Prozent der förderbaren externen Beratungskosten für Informationsveranstaltungen und Konzepterarbeitungen bzw. maximal 5000 Euro. Für die Maßnahmen zum Marktaufbau, zur Markterschließung und zur Marktsicherung beträgt der Zuschuss ebenfalls 50 Prozent der förderbaren Kosten, maximal jedoch 50.000 Euro.

Weiters sollen in ausgewählten Regionen sogenannte "Kärnten-Büros" eingerichtet werden, so Pfeifenberger. Unter der Nutzung des bestehenden Banken-Netzwerkes bzw. der Infrastruktur -vorerst insbesondere jener der Hypo Alpe Adria Bank AG Außenstellen -sollen diese Servicebüros für Unternehmer in Slowenien, Kroatien, Italien und in einem zweiten Schritt in Serbien, Bosnien und Deutschland eingerichtet werden.

In einer ersten Phase sind die Standorte Laibach, Vicenza oder Brescia, Zagreb und in einer zweiten Phase die Standorte München, Belgrad und Sarajevo im Gespräch. Laut LH Haider soll dadurch der Wirtschafts- und Technologiestandort Kärnten besser präsentiert und vermarktet werden. Die Betriebsansiedlung soll bei ihrer Tätigkeit unterstützt werden, grenzüberschreitende Direktinvestitionen nach Kärnten zu initiieren. Im Wege der "Kärnten-Büros" sollten Firmen akquiriert werden, die für eine Betriebsansiedlung in Kärnten in Frage kommen. Weiters soll der mehrheitlich klein- und mittelbetrieblich strukturierten Kärntner Wirtschaft Hilfestellung bei ihren Exportbemühungen im benachbarten Ausland gegeben werden.

Die Aufgaben der "Kärnten-Büros" liegen außerdem in der vorrangigen Unterstützung von Kärntner Firmen bei der aktiven Partner-, Vertreter- und Kundensuche. Es soll insbesondere auf konkrete Geschäftsmöglichkeiten für Kärntner Firmen hingearbeitet werden, um durch gezielte Informationen über laufende Ausschreibungen, größere Investitionsvorhaben, etc. den Zugang zu den Exportmärkten zu erleichtern. Die Außenbüros werden sich um neue operative Geschäftspotentiale für Kärntner Exportfirmen vor Ort kümmern, sagt Pfeifenberger. Idealerweise erfolgt die Tätigkeit in engster Kooperation mit Kärntner Export-Netzwerken und deren Mitgliedsfirmen und soll auch zielgerichtete Veranstaltungen wie Exportseminare, Messen usw. beinhalten. Die Koordination dieser Aufgaben soll von der Kärnten Technologie mit Geschäftsführer Fran Fugger wahrgenommen werden, so Pfeifenberger.
(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Kärntner Landesregierung
Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
http://www.ktn.gv.at/index.html

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NKL0005