AKS: Entlasten statt Stunden kürzen

Die Aktion kritischer SchülerInnen (AKS) spricht sich für eine "intelligente Entlastung" anstelle der wahllosen Stundenkürzungen aus

Wien (SK) Die AKS spricht sich für eine umfassende Entlastung der SchülerInnen aus, nicht nur für eine konzeptlose Reduzierung der Schulstunden. "Natürlich sitzen SchülerInnen zu viele Wochenstunden in den Klassen", so Niki Kowall, AKS-Bundesvorsitzender, "die eigentliche Belastung findet jedoch zu Hause statt". Der SchülerInnenvertreter rechnet vor, dass SchülerInnen der HTL in stressigen Wochen insgesamt 55 bis 60 Stunden für die Schule arbeiten müssen, davon bis zu 20 Stunden zu Hause. "SchülerInnen haben oft mehr zu arbeiten als ihre Eltern, hier muss eine Reform ansetzen" so Kowall. ****

Viele Eltern müssen laut Kowall schon ihren Volksschulsprösslingen das beibringen, was die Schule verabsäumt hat zu tun. "Stundenlanges Sitzen vor Hausaufgaben kann eine Belastung für Kinder und Eltern sein" so der SchülerInnenvertreter. Je älter die Kinder werden, desto mehr Stunden müssen sie zu Hause pauken. "Es ist Aufgabe der Schule, SchülerInnen etwas beizubringen. Schafft sie es nicht, muss das Schulsystem reformiert werden, anstatt SchülerInnen doppelt zu belasten", ist Kowall überzeugt.

Eine intelligente Entlastung wäre für den SchülerInnenvertreter etwa eine völlige Erneuerung der Unterrichtsmethodik. "Wenn der Unterricht so interessant gestaltet ist, dass SchülerInnen sich merken, was durchgenommen wurde, verringert sich automatisch der Gesamtzeitaufwand für SchülerInnen", so Kowall. "Die Zukunftskommission hat zwar einen klingenden Namen, wurde jedoch für bereits in der Vergangenheit festgelegte Stundenkürzungsmaßnahmen eingesetzt", betont der AKS-Vorsitzende. Kowall wünscht sich eine Zukunftskommission, die eine intelligente Entlastung ausarbeitet, ohne Vorgaben aus der Vergangenheit.

"Unterm Strich werden die SchülerInnen mit Gehrers Reform entlastet, da die Lehrpläne flexibel genug gestaltet sind, um einfach Einzelteile auszusparen", so Kowall. Die Debatte, ob es sich um Einsparungen oder um Entlastungen handelt, ist für den SchülerInennvertreter trotzdem nicht irrelevant. "Die vorgesehene Entlastung ist natürlich eine Sparmaßnahme, und dementsprechend ist anzunehmen, dass von den didaktischen Begleitmaßnahmen nichts überbleibt" so der SchülerInnenvertreter. (Schluss) ns/mm

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