Flemming: Kampf gegen Versuche an menschlichen Embryonen

Straßburg, 8. April 2003 (ÖVP-PK) Mit einem eigenen Antrag im Plenum des Europäischen Parlaments, für den sie die notwendigen 32 Unterschriften in der eigenen Fraktion erhalten hatte, kämpft EU-Abgeordnete Dr. Marilies Flemming dafür, dass die Mitgliedstaaten Versuche an menschlichen Embryonen verbieten. ****

Wie Flemming betonte, sei sie sich bewusst, damit viel Widerspruch zu ernten, da sich die wissenschaftliche Tatsache leider noch immer nicht herumgesprochen habe, dass im Augenblick der Befruchtung die Individuation eines bestimmten Menschen bereits erfolgt sei. Flemming brachte den Änderungsantrag zum Bericht des deutschen EVP-Abgeordneten Dr. Liese über EU-weite Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen für menschliche Gewebe und Zellen ein. "Sämtliche Eigenschaften eines Menschen, sei es Haarfarbe oder Temperament, sind nach Befruchtung der Eizelle vorhanden. Das Argument, dass sich 14 Tage nach Befruchtung noch Zwillinge oder Drillinge entwickeln könnten, ist für mich nicht schlüssig", so Flemming, "denn auch die Eigenschaften dieser kleinen Menschen sind bereits unveränderbar genetisch vorgegeben."

In wenigen Tagen wird das Plenum des Europäischen Parlaments in erster Lesung über den Bericht von Dr. Liese abstimmen. Bereits im Rahmen des Umweltausschusses war es Flemming gelungen, ein Transplantationsverbot von geklonten menschlichen Embryonen bzw. menschlich-tierischen Hybridembryonen sowie der von diesen abgeleiteten Zellen und Geweben durchzusetzen. Ein solches Verbot sei, so Flemming, insbesondere im Hinblick auf die Gesundheit des Empfängers unumgänglich, da beispielsweise bei embryonalen Stammzellen die große Gefahr bestehe, dass diese im Körper des behandelten Patienten die Bildung von Tumoren verursachen.

"Die große Stärke unserer Gesellschaft besteht darin, Gedanken-und Gewissensfreiheit zu garantieren. Schweigen kann daher von niemandem verlangt werden, der das Gefühl hat, dass hier menschliches Leben missbraucht, zerstört oder getötet werde", so Flemming abschließend.

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