"Slow Cities" - nachhaltige Stadtentwicklung am Bodensee

Offene Tagung im Rahmen der Bodensee Agenda 21 am 10. April in Überlingen

Überlingen (VLK) - Am Donnerstag, 10. April, findet von
15.00 – 18.00 Uhr eine Tagung zum Thema "Slow Cities" im Überlinger Kursaal statt. Unter dem Motto "Slow Cities"
vereinigen sich weltweit immer mehr Städte, die im
Zeitalter der Globalisierung bewusst ein Zeichen für die
Wahrung und Stärkung einer Regionalkultur setzen wollen.
Zusammen mit den Bürgern soll ein neues Bewusstsein und
eine neue Wertschätzung der typischen Eigenheiten und
Stärken in der jeweiligen Kommune geprägt werden. ****

Als erste Stadt am Bodensee beabsichtigt nun Überlingen
der Vereinigung "Slow Cities" beizutreten. In Deutschland
gehören bislang nur die Gemeinden Hersbruck und Waldkirch
dazu. Die Veranstalter, die Bodensee Agenda 21 der
Internationalen Bodenseekonferenz (IBK) und die Kur- und
Tourismus GmbH Überlingen laden Interessierte zu dieser
kostenlosen Tagung ein.

Neue Chancen durch "Slow City"

Die "Slow City-Bewegung" ist ein positives Beispiel
dafür, dass eine zielgerichtete nachhaltige
Stadtentwicklung gleichzeitig einen positiven Imagegewinn
mit sich bringen kann. Die neue Langsamkeit ist dabei
positiv zu verstehen. Sie bedeutet nicht rückständig oder verschlafen zu agieren, sondern mit Blick in die Zukunft
durch nachhaltige Lösungsansätze die Lebensqualität in der Kommune für Einwohner und Gäste weiter zu stärken. In ihr
liegen deshalb im Bereich des Städtemarketings und
Tourismus, gerade in einer sensiblen Natur- und
Kulturlandschaft wie am Bodensee, ganz neue Chancen.

"Slow City" in Italien erfunden

Die Vereinigung der "Slow Cities" wurde 1999 in Italien,
unter anderem von den Bürgermeistern der Städte Chianti,
Orvieto, Bra, Positano ins Leben gerufen. Die wesentlichen
Ziele, für deren Verwirklichung sich alle Slow Cities
einsetzen, sind die Erhaltung der traditionell gewachsenen Siedlungsstrukturen und der Kulturlandschaft, die Förderung
von Maßnahmen, die auf eine Verbesserung der Umweltqualität hinzielen und das Betreiben einer Infrastrukturpolitik, die zielgerichtet eine Aufwertung von Nutzflächen begünstigt
und ein nachhaltiges, also sozial, ökologisch und
ökonomisch sinnvolles, Flächenmanagement beinhaltet.

Auch ist die Slow-City-Bewegung eng mit der Slow-Food-
Bewegung verbunden, die sich als Gegenströmung zur Fast-Food-Kultur entwickelt hat. So wird ein besonderes
Augenmerk auf Essen und Ernährung gerichtet. Die Slow
Cities unterstützen die Produktion von qualitativ
hochwertigen Lebensmitteln aus der Region nach
herkömmlichen und umweltverträglichen Methoden. Neben den Gaumenfreuden geht es damit gleichzeitig um die Förderung
und Erhaltung regionaltypischer Bräuche und kultureller Besonderheiten sowie einer besonderen Wertschätzung der Gastfreundschaft. Hieraus soll eine eigene unverwechselbare Identität entsprechend den typischen Besonderheiten
entwickelt werden, die auch nach außen hin erkennbar ist
und im inneren Kern gelebt wird.

Jahresprogramm der Bodensee-Agenda

Die Bodensee-Agenda 21 hat das Thema "Slow Cities" in
ihrem diesjährigen Jahresprogramm, das unter der
Überschrift "Lebensräume - Lebensträume- Raum sinnvoll
nutzen" steht, aufgegriffen und alle Interessierten zu der
Tagung ein. Sie soll einen Überblick über die Slow-City-
Bewegung geben. Die Bürgermeister der Slow-City-
Mitgliedsgemeinden Hersbruck und Waldkirch werden anwesend
sein und über ihre Erfahrungen berichten. Die Veranstaltung
lässt dabei genügend Raum zur Diskussion und für
Fragestellungen im Hinblick auf eine nachhaltige
Stadtentwicklung.

Ansprechpartner und Anmeldungen

Amt der Landesregierung
Büro für Zukunftsfragen
Bertram Meusburger
Telefon +43(0)5574/511 – 20612
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