Gehrer: Schule legt den Grundstein für ökologisches Bewusstsein

Ökoferienjobs als wichtige Ergänzung zu schulischen Aktivitäten

Wien (OTS) - "Die FORUM-Umweltbildung-Studie zeigt, dass mehr als die Hälfte der über 15-Jährigen bereit ist, sich für die Umwelt zu engagieren. Die Jugendlichen von heute wollen aber auch eingebunden werden, sie wollen ernst genommen werden und wollen mit ihrem Engagement etwas bewirken. Hier gilt es unkomplizierte, zeitlich befristete und überschaubare Projektformen zu entwickeln, die ein aktives Engagement der Jugendlichen ermöglichen", erklärte Bildungsministerin Elisabeth Gehrer heute bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Lebensminister DI Josef Pröll..

Aufgabe der Schule ist es, Grundwissen verlässlich und nachhaltig zu
vermitteln. Das Wissen über den Kreislauf des Lebens und die ökologischen Zusammenhänge gehört zu diesem Grundwissen. Durch modernen Unterricht wird das Interesse und die Neugier der Schülerinnen und Schüler geweckt und ein aktives Auseinandersetzen mit der Umwelt gefördert.

Zur Unterstützung der Schulen wurde 1996 von Gehrer die Initiative
"Ökologisierung von Schulen - Bildung für Nachhaltigkeit" (ÖKOLOG) in Zusammenarbeit mit dem FORUM-Umweltbildung und dem Umweltministerium gestartet. Sie gibt Impulse für eine ökologisch nachhaltige und sozial verträgliche Entwicklung an Österreichs Schulen. Die Handlungsfelder sind vielseitig und können von den Schulen selbst gewählt und gestaltet werden. Die Projekte reichen vom sparsamen Umgang mit Wasser und Energie, der Vermeidung und Reduzierung von Abfall bis hin zur Mülltrennung und Wiederverwertung. Für den Schulbetrieb werden umweltfreundliche und fair gehandelte Produkte gekauft. Das Schulbuffet wird ökologisch und gesundheitsförderlich gestaltet, vor allem mit Produkten aus der Region. Für den Schulweg und Schulveranstaltungen werden umweltschonende Verkehrsmittel genutzt. Mit ihrem Engagement, das oft über die Schule hinaus geht, nehmen die Schülerinnen und Schüler auch Einfluss auf ihre Familien und die Gemeinde und tragen so zu einer Verankerung des ökologischen Bewusstseins bei. Für die erfolgreiche Mitarbeit an einem Ökologisierungsprojekt erhalten die Schülerinnen und Schüler ein eigenes ÖKOLOG-Zertifikat. Neben einer genauen Beschreibung des Projekts werden in dem Zertifikat auch besondere Leistungen der Jugendlichen während der Projektarbeit festgehalten.

Anerkennung findet das ÖKOLOG-Zertifikat in der sogenannten "Aktivitäten-/Leistungsmappe". Diese dokumentiert besondere Leistungen von Schülerinnen und Schülern ab der 5. Schulstufe, die sich im Rahmen der Schule unterrichtsbegleitend, unterrichtsvertiefend, aber auch außerhalb des Unterrichts engagieren. Die Bescheinigungen werden in der "Aktivitäten-/Leistungsmappe" gesammelt und können bei späteren Bewerbungen als Anerkennung der Schule und Bestätigung der erbrachten Leistung vorgewiesen werden. Neben der Attestierung zusätzlicher Qualifikationen und individueller Fähigkeiten sollen die Schülerinnen und Schüler mit der "Aktivitäten-/Leistungsmappe" motiviert werden, sich an der Mitgestaltung des Lebensraumes Klasse und Schule zu beteiligen.

Gehrer sieht in Öko-Ferienjobs und -Praktika eine wichtige Ergänzung zu den schulischen Aktivitäten. "Solche Praktika bieten den Jugendlichen nicht nur die Möglichkeit wertvolle Erfahrungen im Umweltbereich zu sammeln, sondern stellen auch eine für spätere Bewerbungen relevante Zuatzqualifikation dar," so Gehrer abschließend.

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