PRÖLL: JUGENDLICHE WOLLEN FÜR DIE UMWELT ARBEITEN

Angebot an Ökoferienjobs auszubauen ist weitsichtige Investition in die Zukunft

Wien (OTS) Eine aktuelle Studie im Auftrag des Lebensministeriums zeigt, dass ökologisches Engagement bei Jugendlichen nach wie vor im Trend liegt. Die ökologischen Werthaltungen von Kindern und Jugendlichen werden besonders durch emotionales Erleben und konkretes Umwelthandeln beeinflusst. Dies wird sowohl in der Schule als auch durch erste Erfahrungen in der Arbeitswelt ermöglicht. Rechtzeitig vor dem Sommer präsentiert daher das Forum Umweltbildung, eine Initiative des Lebens- mit dem Bildungsministerium, auch heuer wieder einen Katalog mit Ökoferienjobs für Jugendliche im In- und Ausland. Obwohl heuer bei den Anbietern durch eine Steigerung um ca. ein Drittel bereits deutlich mehr als 100 Angebote zu verzeichnen sind, übersteigt bei Umweltorganisationen und auf Bauernhöfen die Nachfrage das Angebot bei weitem. Ziel ist es daher, weitere Praktikumsplätze und Ökojobs zur Verfügung zu stellen. Dies erklärte Lebensminister DI Josef Pröll im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bildungsministerin Elisabeth Gehrer, Umweltdachverbands-Präsident Mag. Gerhard Heilingbrunner und Forum Umweltbildung-Geschäftsführer Mag. Willi Linder anlässlich der Präsentation der Broschüre "Ökoferienjobs & Praktika. Angebote im In- und Ausland".****

Das hohe Interesse an den angebotenen Urlaubsjobs und Praktika spiegelt nicht nur das Engagement vieler Jugendlicher an einer intakten Umwelt wider. Durch ihr gesellschaftliches Engagement erfahren junge Menschen sehr früh, welche Möglichkeiten es gibt, sich aktiv an der Gestaltung einer nachhaltigen Gesellschaft zu beteiligen. Bei den in der Broschüre aufgelisteten Angeboten haben Jugendliche nicht nur die Möglichkeit, ihre Qualifikationen für die Arbeitswelt auszubauen, sondern können auch ihre Fähigkeiten erproben. Daher muss es nach den positiven Erfahrungen der letzten Jahre Ziel sein, das Angebot auszuweiten. Es ist daher an die Umweltorganisationen zu appellieren, das Angebot an Ökojobs auszubauen. Die österreichische Wirtschaft sollte die Initiative aufgreifen und ebenfalls auf das Umweltengagement Jugendlicher setzen, führte Pröll weiter aus.

Für die Jugendlichen besteht die Möglichkeit, Erfahrungen im Bereich Umwelt zu sammeln. Jugendliche, die am P.U.L.S. – Programm teilnehmen und damit auch eine Ausbildung mitmachen, erhalten überdies vom Lebensministerium ein Zertifikat. Erfreulich ist die große Bereitschaft von Biobauern, für Jugendliche Jobs bereit zu stellen. Die Mitarbeit am Hof hat für die Landwirtschaft insgesamt einen positiven Effekt. Zukünftige Konsumenten erhalten wertvolle Einblicke in die Arbeit von Bauern, in die Produktion der Lebensmittel und lernen den Wert der Arbeit der Landwirte und von gesunden Lebensmitteln zu schätzen.

Die Einbeziehung der Wirtschaft in die Aktion Ökojobs muss ebenfalls Ziel sein. Es wäre ein wichtiges Signal im Interesse einer nachhaltigen Entwicklung. Österreich hat sich im Bereich Umwelttechnologie einen guten Ruf erarbeitet. In diesem Bereich können die Jugendlichen wertvolle Erfahrungen sammeln und erfahren, dass Umweltschutz und wirtschaftliche Entwicklung kein Gegensatz sein müssen. Unternehmen könnten überdies mithelfen, das Interesse Jugendlicher an der Umwelt zu unterstützen und zu veranschaulichen, dass auch die Wirtschaft ihren Beitrag zum Umweltschutz leistet. Bei entsprechender begleitenden Kursen und Ausbildungsangeboten könnten Jugendliche in Betrieben mithelfen, Umweltaufgaben effizient zu erfüllen.

Falls Unternehmen noch für heuer umweltrelevante Jobs anbieten können, dann sollten sie sich an das Forum Umweltbildung wenden. Auf der Homepage (www.umweltbildung.at) werden entsprechende Angebote interessierten Jugendlichen zur Verfügung gestellt. Für den weiteren Ausbau der Ökoferienjobs in den nächsten Jahren ist eine Beteiligung der Interessenvertretungen der Wirtschaft und Landwirtschaft anzustreben.

Erfreulich ist es jedenfalls, dass bei den Jugendlichen nach wie vor eine starke Umweltsensibilisierung festzustellen ist. Die bisherig erfolgreiche Aktion ist in Zukunft daran zu messen, ob es gelingt, die Angebote systematisch auszuweiten und das Engagement Jugendlicher noch besser und breiter als bereits jetzt anzusprechen, sagte Pröll abschließend.

Unternehmen können unter der Telefonnummer 01/402 47 01 (Fax: 01/402 47 05; E-Mail forum@umweltbildung.at ) Ökoferienjobs bekannt geben. Jugendliche können die Broschüre unter der angegebenen Telefonnummer um 3 Euro plus Versandspesen beziehen.

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