Kärntner Bankengipfel: Zinsprobleme einvernehmlich lösen

Land Kärnten, Justizministerium, Konsumentenschutz und Banken starten gemeinsame Initiative - Plattform zur Überprüfung von Rückzahlungsansprüchen soll gegründet werden

Klagenfurt (LPD) - Einen Lösungsvorschlag in Bezug auf die Rückzahlung ungerechtfertigt verrechneter Kreditzinsen erarbeiteten heute Landeshauptmann Jörg Haider, Justizminister Dieter Böhmdorfer, Konsumentenschutzvertreter aus dem Staatssekretariat für Soziales und Vertreter der Kärntner Banken im Rahmen des "Kärntner Bankengipfels" in der Landesregierung. So will man eine gemeinsame Plattform gründen, die auf Wunsch der Kunden Privat- und Geschäftskredite rückwirkend auf sieben Jahre kostenfrei auf einen Rückzahlungsanspruch hin überprüft.

Diese Rahmenvereinbarung würde sich auf Kreditverträge beziehen, die ab 1. März 1997 abgeschlossen wurden. Fälle, die länger zurückliegen, müssten von den Kunden individuell eingebracht werden und würden eine Kostenbeteiligung mit sich ziehen. In diese gemeinsame Initiative von Land, Konsumentenschutz, Justizministerium und den Banken will der Landeshauptmann auch die Arbeiterkammer Kärnten mit einbeziehen, um die Überprüfungen in einer möglichsten Breite durchführen zu können.

Ziel der Initiative sei, die Zinsprobleme einvernehmlich zu lösen und "Kampfsituationen" bzw. gerichtliche Schritte zu vermeiden, sagte Haider. So würden immer mehr Bankkunden Hilfe im Bürger-Büro des Landeshauptmannes suchen, da man ihnen zu hohe Belastungen verrechnet hätte. Auf Kärntner Ebene wolle man nun einen "Gleichklang" zwischen Banken und Beratern finden, was Österreichweit Vorbildwirkung haben solle.

(S E R V I C E - Für Fragen zu Zinsangelegenheiten steht Mag. Christian Kau (Tel.: 05 0536 - 22128) im Bürger-Büro des Landeshauptmannes, Amt der Kärntner Landesregierung, Arnulfplatz 1, Erdgeschoss, zur Verfügung.)
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