Norwegen: Markt für Qualitätsware Made in Austria

AWO-Chef Koren: Gute Absatzchancen für Konsumgüter des gehobenen Bedarfs. Wirtschaftsmission im Mai zur Markterkundung

Wien (PWK201) - Trotz eines deutlich abgeflachten Wirtschaftswachstums in Norwegen im Vorjahr (BIP-Plus gegenüber 2001:
1,2 Prozent) stiegen die Löhne und Gehälter um durchschnittlich 5,5 Prozent und lagen damit wie in den vorangegangenen Jahren wieder deutlich über der Inflationsrate von zwei Prozent im abgelaufenen Jahr. Auch die niedrige Arbeitslosenquote von 3,9 Prozent trug zu dem vergleichsweise hohen verfügbaren Einkommen bei. Der dank der Reallohnzuwächse in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegene Lebensstandard der Bevölkerung, wirkte sich auch positiv auf das Nachfrageverhalten aus.

"Gute Absatzchancen bieten sich dementsprechend der österreichischen Exportwirtschaft für Konsumgüter des gehobenen Bedarfs, wie Bekleidung, Accessoires, Lebensmittel, Sport- und Freizeitartikel", sagt Walter Koren, Leiter der AUSSENWIRTSCHAFT ÖSTERREICH (AWO) der WKÖ. Weitere Möglichkeiten bieten sich auch für Zulieferer an die Offshore Industrie. Für das laufende Jahr rechnen Wirtschaftsfachleute mit einem Investitionsaufkommen in diesem Sektor in der Höhe von umgerechnet 125 Millionen Euro, was einer Zunahme von zehn Prozent gegenüber 2002 entsprechen würde. Ausbaufähig ist auch das Niveau der Zulieferungen an die verarbeitende Industrie, besonders an die Papier- und Zellstoff-Industrie. "Trotz einer mittlerweile nicht mehr ganz so starken norwegischen Krone bieten sich auf diesem kleinen, aber transparenten Markt, besonders Erstexporteuren gute Geschäftsmöglichkeiten", sagt Robert Luck, WKÖ-Handelsdelegierter in Oslo. Zusätzlich zu den oben angeführten Produktsparten bieten sich gute Möglichkeiten auch bei Einrichtungsgegenständen und Wohungsinnenausstattungen.

Für das laufende Jahr rechnen norwegische Wirtschaftsforscher trotz der labilen Weltwirtschaftslage mit einer leichten inländischen Konjunkturbelebung durch steigende Konsumausgaben der privaten Haushalte, wobei die Schätzungen für das Gesamtjahreswachstum zwischen 1,0 und 1,5 Prozent liegen. Dazu trägt auch die Entscheidung der neuen Regierung bei, Mittel aus dem Erdöl- und Erdgas- Geschäft durch erhöhte Transferzahlungen an die privaten Haushalte und den öffentliche Dienst fließen zu lassen. Der durch die weltpolitische Lage bedingte hohe Rohölpreis gibt der Regierung zusätzlich einen erhöhten Handlungsspielraum.

Trotz schwächerer Absatzzahlen bei Pkw und Lkw ist die Handelsbilanz mit Norwegen durch steigende Exportzahlen im Konsumgüterbereich weiter positiv. Die österreichischen Ausfuhren blieben 2002 gegenüber dem Vorjahr praktisch konstant. Der marginale Rückgang der Exporte um 0,4 Prozent auf 285 Millionen Euro fällt kaum ins Gewicht. Die Handelsbilanz bleibt dennoch, wie in den letzten Jahren weiter für Österreich positiv, da der Einbruch bei norwegischen Importen mit 12,9 Prozent auf 206 Millionen Euro stärker ausfiel. Zum Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen veranstaltet die AWO vom 8. bis 13. Mai eine Wirtschaftsmission nach Norwegen. (BS)

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