Pittermann zum Weltgesundheitstag

Stadt Wien mit vielfältigen Präventionsaktivitäten aktiv

Wien (OTS) - "Gesundheitsförderung beginnt schon im Kindesalter -die Stadt Wien hat den hohen Stellenwert früher und individueller Gesundheitsförderung erkannt und ist daher intensiv bemüht, möglichst viele kleine und große Menschen zu einem gesunden Lebensstil zu bewegen", meint Wiens Gesundheitsstadträtin Prim. Dr. Elisabeth Pittermann anlässlich des Weltgesundheitstages am Montag.

Im folgenden eine kurze Darstellung der wichtigsten Gesundheitsförderungsprojekte der Stadt Wien:

o Gesunde Leopoldstadt

Noch bis 2004 läuft das Projekt "Gesunde Leopoldstadt" - ein Vernetzungsprojekt zur Gesundheitsförderung im 2. Bezirk. Vorrangig geht es um Informations- und Erfahrungsaustausch zu verschiedenen Präventions- und Gesundheitsthemen. Mit diesem Modellprojekt beschreitet der 2. Bezirk Neuland: Gemeinsam mit möglichst vielen Organisationen, Vereinen, Schulen und Betrieben - so genannten "Trägern der Gesundheitsförderung" - soll aktiv Gesundheitsförderung betrieben werden.

Mit der Umsetzung des WHO-Grundsatzziels "Gesundheit für alle" hat es die Leopoldstadt besonders schwer: Das Niveau der Schulbildung und des durchschnittlichen Einkommens ist niedriger, die Arbeitslosenquoten sind höher als im Wiener Durchschnitt. Lebenserwartung und gesundheitlicher Zustand zählen im Vergleich zur Wiener Gesamtbevölkerung zu den niedrigsten. Weiters gibt es sehr viele unterschiedliche Nationalitäten, Altersgruppen und soziale Schichten - eine besondere Herausforderung für die "Gesunde Leopoldstadt".
Weitere Informationen: http://www.gesunde-leopoldstadt.at/

o Gesunde Schule

Das "Wiener Netzwerk - Gesundheitsfördernde Schulen" umfasst mittlerweile 35 Schulen in Wien, die es sich zum Ziel gesetzt haben, Gesundheitsförderung auf innovative Weise an ihrer Schule umzusetzen. Das Netzwerk organisiert Seminare und Workshops zur Weiterbildung, vermittelt Experten für themenspezifische Arbeiten im Unterricht, berät bei gesundheitsorientierten Aktionen in der Schule und hilft bei der Organisation und Umsetzung.
Das "Wiener Netzwerk - Gesundheitsfördernde Schulen" ist ein Kooperationsprojekt des Gesundheits- und Bildungsressorts der Stadt Wien und läuft noch bis ins Jahr 2004. Weitere Informationen:
http://www.gesundeschulen.at/

o Ein Herz für Wien

"Ein Herz für Wien" ist ein Präventionsprogramm zur Reduzierung der Herz-Kreislauf-Erkrankungen, das von der Stadt Wien im Rahmen des "Wiener Gesundheitsförderungsprogrammes 2000" organisiert wird.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachen in Europa die meisten Todesfälle. In Wien sind die Zahlen besonders alarmierend. Diese Erkrankungen verursachen mehr als 56% aller Todesfälle, verglichen mit 23% Todesrate verursacht durch Krebs.

Das Programm wurde mit dem "Herzinfotag 2001" begonnen und mittlerweile bereiten wir den dritten Herzinfotag im Rahmen des Öffentlichkeitsevents des Europäischen Kardiologenkongresses vom 29. bis 31. August 2003 vor. Durch vielfältige Aktionen und Projekte erhält die Bevölkerung Informationen und Hilfestellungen für die Reduzierung der Risikofaktoren: Blutdruck-Check am Arbeitsplatz; Auszeichnung "Wien isst gesund" für Restaurants, die herzgesunde Menüs anbieten; Walking Miles-Stadtwanderclub; Wiener Herzbox; Wiener Herzlauf; etc. Weitere Informationen: http://www.wien.at/herz/

o Sichere Stadt

Die seit vielen Jahren erfolgreichen Modellprojekte zur Unfallverhütung ("Sicher Gehen über 60" und "Josefstadt - ganz schön sicher") finden ab September 2003 eine Fortsetzung und Vertiefung in dem Projekt "Sichere Stadt". Damit wird die Vorreiterrolle Wiens im Bereich der Unfallprävention weiter gefestigt: In Mitteleuropa wird Wien die erste Großstadt sein, die ein umfassendes Unfallverhütungsprogramm nach WHO-Kriterien einrichtet. Hauptsächliches Ziel ist die Reduktion der Heim- und Freizeitunfälle und der damit in Zusammenhang stehenden Krankenhausaufenthalte und Todesfälle um 10%. Zielgruppen sind vor allem Kinder bzw. Eltern, Jugendliche, Senioren und Freizeitsportler.

o Zahngesundheitsförderung

Im Rahmen dieses Projekts betreut ein Team von ZahngesundheitserzieherInnen und ZahnärztInnen Kindergärten und Volksschulen. Das Projekt ist der Pilotphase längst entwachsen und betreut mittlerweile mehr als 20.000 Kinder. Finanziert wird das Projekt durch die Stadt Wien und die Wiener Gebietskrankenkasse.

o Bewegtes Lernen

In 100 Wiener Volksschulklassen wird das Prinzip des "Bewegten Lernens" als Prävention von Haltungsschäden, aber auch als Unterstützung des kognitiven Lernens durchgängig eingesetzt. Die Lehrer wurden durch eine umfassende Ausbildung zu "Lehrern für Bewegtes Lernen und Gesundheitsförderung" geschult und erhalten Unterstützung durch externe ExpertInnen.

o Gesundheitsförderung in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen

Im Rahmen des Projekts "Informationsnetzwerk Gesundheitsförderung in Wiener Spitälern und Pflegeheimen" werden Maßnahmen zur Vernetzung, Verankerung und Qualitätssicherung der Gesundheitsförderungsaktivitäten in Wiener Krankenanstalten und Pflegeeinrichtungen gesetzt.

Darüber hinaus setzt die Stadt Wien sehr breite Gesundheitsförderungsaktivitäten im Bereich der aufsuchenden Vorsorgeuntersuchung der MA 15, bei der Impfberatung sowie bei verschiedenen Gesundheitstagen im Wiener Rathaus - zuletzt hat der am Samstag abgehaltene Bluttag rund 2.000 interessierte Wienerinnen und Wiener ins Rathaus gelockt. Die Menschen haben sich über die Zusammensetzung des Blutes, über Blutkrankheiten und über ihre Blutwerte informiert. (Schluss) rog

Rückfragen & Kontakt:

PID-Rathauskorrespondenz:
http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
MMag. Andrea Rogy
Tel.: 53 114/81 231
Handy: 0664/516 44 73
andrea.rogy@ggs.magwien.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK0011