Darabos zu Schüssel: Pensionsreform hart aber ungerecht

Wien (SK) Als "zynisch und nicht den Tatsachen entsprechend" bezeichnete SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos die Aussagen von Kanzler Schüssel zum Thema Pensionen in der heutigen "Kronen Zeitung". "Schüssel sagt bewusst nicht die Wahrheit, wenn er behauptet, dass die jetzigen Pensionisten von den geplanten Änderungen nicht betroffen sind", so Darabos Sonntag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

So müssen etwa Beamte im Ruhestand einen höheren Pensionssicherungsbeitrag zahlen - ab 2004 um 0,5 Prozent und ab dem Jahr 2005 um weitere 0,5 Prozentpunkte mehr. Hinzuweisen sei auch auf die Senkung des Steigerungsbetrages, die ein Minus von elf Prozent bei denjenigen, die ab dem nächsten Jahr in Pension gehen, ausmache und eine reine "Geldbeschaffungsaktion" sei. Weitere gravierende finanzielle Belastungen für die Älteren seien der ab dem Jahr 2004 extra zu bezahlende Freizeitunfall-Beitrag, die Erhöhung der Kassenbeiträge für ASVG-Pensionisten und die Selbstbehalte bei Arzt und Spitalsambulanz. Zudem würden die Österreicherinnen und Österreicher überfallsartige von den Änderungen getroffen, und der Vertrauensgrundsatz werde nun bereits zum zweiten Mal gebrochen, kritisiert der SPÖ-Bundesgeschäftsführer. "Hart, aber ungerecht, so können Sie Ihre Reform bezeichnen", wandte sich Darabos abschließend an Schüssel. (Schluss) cs

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: (++43-1) 53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0001