Impftag: Apotheker warnen vor Agitation der Impfgegner

Impfen nicht nur im Kindesalter wichtig - auch Erwachsene brauchen Schutz

Salzburg (OTS) - Vor Impfmüdigkeit und der gefährlichen Agitation der Impfgegner warnte heute die Vizepräsidentin der Österreichischen Apothekerkammer, Dr. Christiane Körner, am 12. Österreichischen Impftag in Salzburg bei der Eröffnung im Beisein von Ärztekammer Präsident Dr. Otto Pjeta und Staatssekretär Dr. Reinhard Waneck. Der Österreichische Impftag für Ärzte und Apotheker wird jedes Jahr vom Österreichischen Grünen Kreuz für Vorsorgemedizin gemeinsam mit der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde, der Österreichischen Ärztekammer und der Österreichischen Apothekerkammer veranstaltet.

Körner: "Zwar konnten die Infektionskrankheiten in den letzten Jahrzehnten durch die Fortschritte bei den Vorsorgeimpfungen weitgehend unter Kontrolle gebracht werden. Da diese Krankheiten dadurch viel von ihrem Schrecken verloren haben, macht sich bei der Bevölkerung eine Impfmüdigkeit breit. Bedingt durch die dadurch entstehenden Impflücken besteht die Gefahr, dass sich die scheinbare Sicherheit in ihr Gegenteil verkehrt. Immer wieder hört man von dem -wenn auch regional begrenzten - Auftreten von Infektionskrankheiten, die eigentlich schon überwunden schienen. Insbesondere durch den weltweiten Tourismus können Krankheitserreger aus weit entfernten Ländern wieder eingeschleppt werden. Nur durch konsequentes Fortführen der wichtigsten Impfungen kann der Schutz der Bevölkerung vor gefährlichen Infektionskrankheiten garantiert werden."

Dabei sieht Körner auch eine wesentliche Aufgabe der Apotheke:
Beratung und Aufklärung über die Sinnhaftigkeit von Impfungen. Neben der Beratung zu den "Routineimpfungen" im Kindes- und Erwachsenenalter sollte besonders die Beratung älterer Menschen und chronisch Kranker oder Reisender in ferne Länder ei n wichtiges Anliegen sein. Je größer die emotionale Bindung an einen Menschen ist, desto größer ist auch, so Körner, das Interesse daran, alles zu tun, die Gesundheit zu erhalten und zu fördern. Insbesondere bei Müttern ist das stark ausgeprägt. Die Bereitschaft, Vorsorgeuntersuchungen durchführen und dabei auch die Kinder impfen zu lassen, ist im Vorschulalter besonders groß. Körner. "Je selbstständiger und eigenverantwortlicher ein Mensch wird, desto nachlässiger wird er selber mit seiner Gesundheit. Insbesondere im jüngeren Lebensalter macht sich ein Gefühl der Unantastbarkeit breit und wahrscheinlich gibt es gerade deshalb in dieser Altersgruppe ganz besonders viele Impfgegner. Ich bin ausgesprochen froh, dass beim Impftag auch einmal das Thema der Impfgegner ausführlich behandelt wird."

Körner berichtet dabei von ihren eigenen Erfahrungen mit Impfgegner:
"Nicht erst einmal wurde ich in der Apotheke mit Zitaten und schrecklichen Geschichten über die angebliche Gefährlichkeit des Impfens aus dem Munde selbsternannter "Impfkritiker" konfrontiert, oder verunsicherte Kunden brachten seitenweise Ausdrucke aus dem Internet mit, was soweit geht, daß dort dann selbst die wissenschaftlichen Erkenntnisse eines Robert Koch in Frage gestellt und als Schwindel bezeichnet werden."

Dem wollen die Apotheker mit ihrer wissenschaftlich fundierten Ausbildung und ihrem Wissen bei den Gesprächen mit den Kunden entgegen treten, denn so Körner: "Impfen schützt!"

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