Kärntner SPÖ fordert Erhalt des vielfältigen zweisprachigen Radioprogrammes in Kärnten

Cernic: "Ein eigener Kanal birgt die Gefahr der Ghettoisierung in sich"

Klagenfurt (SP-KTN) - Im Sinne der bevorstehenden EU-Erweiterung forderte die Bildungssprecherin der SPö-Kärnten, LAbg. Nicole Cernic, am Samstag den Erhalt eines vielfältigen zweisprachigen Radioprogrammes in Kärnten.

"Wir müssen die Chancen, die ein mehrsprachiges Hörfunkprogramm, allen Kärntnerinnen und Kärntnern, bietet nutzen", stellte Cernic fest. Das bedeute, dass es neben dem Öffentlich Rechtlichen Hörfunkprogramm ein zwei- und mehrsprachiges privates Radioangebot geben muss, so Cernic.

Um dem Europäischen Gedanken gerecht zu werden fordert die SPÖ-Kärnten daher die existentielle Absicherung des zwei- und mehrsprachigen Programmangebotes.- wie es Radio Agora derzeit ausstrahlt. Die Bundesregierung wird daher aufgefordert für die Finanzierung der notwendigen Medienvielfalt Sorge zu tragen und gemeinsam mit dem ORF Lösungsvorschläge zu erarbeiten. Die Ausstrahlung eines slowenischen Programmes auf einem eigenen Kanal birgt die Gefahr einer Ghettoisierung in sich und kann daher nicht im Interesse der an Mehrsprachigkeit interessierten Kärntner Bevölkerung sein.

"Die Unterschriften von 10.000 Kärntnerinnen und Kärntnern für die Erhaltung des vielfältigen privaten Radioangebotes bekunden eindrucksvoll das Interesse an einer pluralistischen Radiolandschaft", stellte die Vorsitzende der ARGE Volksgruppen in der SPÖ, Ana Blatnik, fest.

Zur Finanzierung schlägt die SPÖ-Kärnten die vom ORF eingehobenen und an das Finanzministerium weitergeleitete Gerätesteuer vor. Aus ihnen könnte neben der Digitalisierung des Fernsehens und der Filmförderung auch die Finanzierung der nicht kommerziellen privaten Radios sichergestellt werden. "Wenn ein Teil der 45 Millionen Euro für die Mehrsprachigkeit im Hörfunk aufgewendet wird, so können damit zusätzliche Chancen im Erwerb von Sprachkompetenz der Kärntnerinnen und Kärntner eröffnet werden, wie sie in Hinblick auf die EU-Erweiterung wünschenswert wären", schloss Cernic. (Schluss)

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