ÖH: Ministerin Gehrer betreibt Augenauswischerei

Minderheitenprogramm bei steuerlicher Absetzbarkeit der Studiengebühren

Wien (OTS) - "Es ist erschreckend, dass Ministerin Gehrer als einzige Konsequenz aus den katastrophalen Ergebnissen der ‚Studierenden-Sozialerhebung 2002' die Absetzbarkeit der Studiengebühren für einige Studierende zieht. Die Abschaffung der Gebühren wäre eher angebracht", reagiert ÖH-Vorsitzende Andrea Mautz auf die entsprechende Ankündigung der Bildungsministerin. Die ÖH weist darauf hin, dass die geplante Regelung, die Studiengebühren nur für jene Personen steuerlich absetzbar zu machen, deren Arbeit in direktem Zusammenhang mit ihrem Studium steht, nur wenige Studierende betrifft. "Die meisten Studierenden müssen sich aufgrund des finanziellen Drucks ihr Studium mit Arbeiten finanzieren, die nicht zu ihrem Studium passen. Denen bringt diese Regelung gar nichts", so Mautz.

Mautz weist darauf hin, dass die "Studierenden-Sozialerhebung 2002" gezeigt hat, dass zwei Drittel der Studierenden arbeiten und deswegen ihre Studienaktivitäten einschränken müssen. "Die Konsequenz dieses Ergebnisses müsste die Abschaffung der Gebühren sein und nicht eine Pseudolösung, von der nur die wenigsten Studierenden profitieren. Offensichtlich ist das Ziel dieser Regelung, Publizistik-Studierenden, die im ÖVP-Klub Pressearbeit machen, die Absetzbarkeit der Gebühren zu ermöglichen. Wer sich die Studiengebühren beim Kellnern oder als Fahrradbote verdienen muss, hat eben Pech gehabt."

"Wie bereits bei der sogenannten 'Abfederung' der Studiengebühren und der angeblichen Ausweitung der Studienbeihilfen bricht die Ministerin einmal mehr ihr Wort. Steuerliche Absetzbarkeit wird definitiv nicht für alle arbeitenden Studierenden möglich sein", so Anita Weinberger, zweite Frau im ÖH-Vorsitzteam. "Bis zur hoffentlich baldigen Abschaffung müssen die Studiengebühren für alle Studierenden absetzbar sein, die eine Steuererklärung machen", fordert Weinberger.

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