Späterer Strafantritt verbessert Resozialisierungsaussichten von Verurteilten

Wien (OTS) - Der Entwurf von Justizminster Dr. Dieter Böhmdorfer, Verurteilten künftig nicht nur 12 sondern 18 Monate Aufschub zum Strafantritt zu gewähren, verbessert für die betroffenen Verurteilten die Aussichten auf Resozialisierung.

Von einem "verordneten späteren Strafantritt" kann keine Rede sein, der Verurteilte muss auch nicht auf seinen Strafantritt "warten" . Er ist vielmehr nicht von heute auf morgen gezwungen, seine Strafe antreten zu müssen, sondern hat Zeit, seine familiäre und berufliche Situation zu regeln und sich seinen eigenen Bedürfnissen entsprechend auf die Haft vorzubereiten. Der Haftaufschub wird nicht von der Justiz "verordnet" sondern vom Verurteilten beantragt und vom unabhängigen Richter gewährt.

Dazu kommt, dass für einen solchen Haftaufschub nur Personen in Frage kommen, bei denen anzunehmen ist, dass ihnen kurze Zeit nach Haftantritt die Weiterarbeit an ihrem Arbeitsplatz ermöglicht wird. Es liegt im Interesse der Strafvollzugsverwaltung, alle Maßnahmen zu setzen, die nicht nur der Resozialisierung nicht entgegen stehen, sondern sie vielmehr fördern.

Die Bedenken des Abg. Jarolim sind daher allein schon von der Sache her ungerechtfertigt. bxf.

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