VP-Tschirf und VP-Salcher: SPÖ-Kulturstadtrat widerspricht sich selbst!

Wien (VP-Klub): "Stadtrat Mailath-Pokorny hat offenbar nicht verstanden, dass die Zielsetzung eines Regionalfonds eine andere sein muss, als die einer Bundesförderung. Ein Regionalfonds hat die Aufgabe, den Standort Wien mit Produktionen zu beleben. Da es dem Kulturstadtrat aber offensichtlich nicht gelungen ist, in Wien dieses Ziel zu erreichen, schiebt er nun die Probleme auf die Regierung," kritisierten heute der Klubobmann der Wiener ÖVP, LAbg. Dr. Matthias Tschirf, und der Kultursprecher der Wiener ÖVP, LAbg. Dr. Andreas Salcher, anlässlich einer Aussendung des Kulturstadtrats zum Thema filmpolitisches Maßnahmenpaket.****

Mailath-Pokorny forderte unter anderem eine Novelle des ORF-Gesetzes. "Eine derartige Novelle ist ganz sicher keine Lösung für eine Standortförderung, vielmehr geht es um eine Erhöhung des Film- und Fernsehabkommens", betonte Salcher. "Seine Forderungen nach Berücksichtigung einerseits der öffentlich-rechtlichen Aufgaben des ORF und andererseits nach Aufhebung der Werbebeschränkung stehen in krassem Widerspruch zueinander", so der Kultursprecher. "Im Übrigen hatte die SPÖ über Jahrzehnte die Verantwortung für den österreichischen Film inne. Sie sollte daher allfällige politische Fehler bei sich selbst suchen."

Klubobmann Tschirf wies vor allem auf die Maßnahmen hin, welche die Bundesregierung in dieser Hinsicht gesetzt hat. "Das Privatfernsehen wurde erstmals von der schwarz-blauen Bundesregierung ermöglicht. Dadurch wurde für die Filmbranche ein zusätzlicher Marktplatz und eine weitere Präsentationsmöglichkeit geschaffen. Die SPÖ war immer gegen diese Maßnahme", so Tschirf. Er erinnerte daran, dass der Bund seit 2000 das Budget des ÖFI kontinuierlich erhöht hat, so dass dessen Budget inzwischen höher dotiert ist als der Filmfonds der Gemeinde Wien.

Mailath-Pokorny mahne zwar Standortförderungen in wirtschaftlicher Hinsicht ein, fordere aber ausschließlich Fördermaßnahmen, die keinerlei Beitrag dazu leisten, den Standort Wien bzw. Österreich wirtschaftlich zu beleben. "Die Regierung schafft nun mit dem TV-Filmfonds erstmals eine nachhaltige Aufstockung der Filmgelder, um die Produktionswirtschaft zu stärken. Der Kulturstadtrat dürfte schlecht informiert sein, denn die Produzentenbranche wird sehr wohl in diese Diskussion mit eingebunden", betonte Tschirf abschließend.(Schluss)

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