Mehr Belastung für die Schüler, mehr Geldaufwand für die Eltern

SP-Frais kritisiert Gehrers nicht durchdachte Vorgangsweise zur Schulstunden-Reduktion=

Scharf unter Beschuss nimmt SPÖ-Klubobmann Frais die von Bildungsministerin Gehrer verfügten Schulstunden-Reduktionen:
"Gehrer hat keinerlei Anpassungen beziehungsweise Modernisierung der Lehrpläne als unumgängliche Begleitmaßnahmen vorgenommen. Das bedeutet jetzt für die Schüler mehr Leistungsstress im Unterricht, gleich viel Stoff in weniger Stunden, mehr Hausübungen, mehr Lernzeiten in der Freizeit und als Mehrbelastung für die Eltern ein Anwachsen der Nachhilfestunden, die in Österreich ohnedies bereits ein Hunderte-Millionen-Euro-Markt sind. So werden die Begüterten -wie bei den Studiengebühren - abermals begünstigt, der Weg zu einer Zwei-Klassen-Bildungsgesellschaft ist damit vorgezeichnet."

Frais legt dafür Berechnungen vor, dass ein AHS-Abgänger jetzt von der Volksschule bis zur Matura um 576 Schulstunden weniger hat und ein BHS-Absolvent von der Volkschule bis zur Matura 648 Stunden weniger Unterricht bekommt.

"Das bedeutet einen enormen Rückschritt in der Bildungspolitik und ein Abwälzen von Unterrichtsverpflichtungen auf die Schüler und deren Eltern. Die Bevölkerung wird zweigeteilt in diejenigen, die sich die neuen Lernerfordernisse zeitlich und finanziell leisten können und in diejenigen, bei denen das nicht der Fall ist und welche damit eine notwendige und mögliche Ausbildung nicht erhalten. Ein bildungspolitischer Skandal ersten Ranges!"

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ Oberösterreich
Pressereferat
Gerald Höchtler
Tel.: (0732) 772611-22
gerald.hoechtler@spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DS40005