Gewerkschaftstag HGPD: Kaske einstimmig als Vorsitzender bestätigt

6. ordentlicher Gewerkschaftstag der Dienstleistergewerkschaft unter dem Motto "Zukunftsdialog Arbeit und Gewerkschaft" endet heute

Wien (ÖGB/HGPD) Mit der Vorstellung des neu gewählten Präsidiums endete heute Mittag der 6. ordentliche Gewerkschaftstag der Gewerkschaft Hotel, Gastgewerbe, Persönlicher Dienst (HGPD). "Zukunftsdialog Arbeit und Gewerkschaft" war das Motto unter dem rund 275 Delegierte seit Montag im Hotel Wimberger, Wien 7, Neubaugürtel 34-36 tagten. Vorsitzender Rudolf Kaske wurde im Rahmen der Präsidiumswahlen mit 100 Prozent der Stimmen in seiner Funktion bestätigt.++++

Über 41 Anträge und 4 Resolutionen wurden im Rahmen dieses Gewerkschaftstages von den FunktionärInnen der Dienstleistergewerkschaft diskutiert und abgestimmt. Schwerpunktthemen dieses Gewerkschaftstages waren die Forderung nach 1000 Euro Mindestlohn für alle, nach einer energischen Bekämpfung des Schwarzunternehmertums und nach Ausbildung und Kollektivverträgen für Betreuungsberufe und HausbetreuerInnen. Zukunftsgerichtete Diskussionen gehörten zu den Höhepunkten dieses Jubiläumsgewerkschaftstages - die HGPD entstand vor 25 Jahren aus dem Zusammenschluss zweier Gewerkschaften. Nach einem Referat von Wirtschaftsforscher Prof. Dr. Helmut Kramer zur Eröffnung am Montag, diskutierten am Dienstag führende Gewerkschafter wie Präsident Fritz Verzetnitsch, infra-Sprecher Günther Weninger, ÖGJ-Vorsitzender Albert Maringer und GPA-Chef Hans Sallmutter mit Politikwissenschafter Prof. Emmerich Talos und "Standard"-Redakteur Hans Rauscher über "Die Zukunft der Gewerkschaften". Heute Vormittag war "Die Zukunft der Arbeit" Thema einer Podiumsdiskussion. Darüber debattierten unter Leitung von Andrea Hodoschek, "Kurier", Wirtschaftsforscher Prof. Michael Wagner, AMS-Vorsitzender Dr. Herbert Buchinger, Volkshilfe- Geschäftsführer Peter Reicher, Betriebsrätin Susanne Heiderer und ÖGB-Landessekretärin Manuela Auer.

"Die Zukunft gehört der Dienstleistung, auch wenn wir in vielen Köpfen noch in einer Industriegesellschaft leben", erklärte der wieder gewählte HGPD-Vorsitzende Kaske heute im Rahmen der Abschlusspressekonferenz. Kaske wies auf die Erfolge der "kleinen, streitbaren Gewerkschaft HGPD" hin. In den letzten vier Jahren konnten 1000 Euro Mindestlohn für das Hotel- und Gastgewerbe erstritten werden, die Dienstleistergewerkschaft hat die "Abfertigung neu" entscheidend mitgeprägt. Und auch in weltpolitischen Krisen stand die HGPD ihren Mitgliedern bei. Ob nun mit einem Sozialplan für das in Umbau befindliche Hotel Hilton oder mit Kurzarbeitsmodellen anlässlich des 11. Septembers 2001 und des aktuellen Irak-Krieges. Die HGPD hat immer versucht sozialpartnerschaftliche Lösungen zu finden, aber auch Auseinandersetzungen nie gescheut. "Und so wollen wir es weiter halten", versprach Kaske abschließend: "Wir werden uns im Rahmen eines zukunftsorientierten ÖGB stark machen - wir glauben an das Zukunftsmodell Arbeit und Gewerkschaft."

ÖGB, 2. April 2003
Nr. 221

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