KV-Abschluss Bauhilfs- und -nebengewerbe: In zwei Etappen je + 2,1%

Kollektivvertragsabschluss für die rund 30.000 ArbeiterInnen in Bauhilfs- und -nebengewerbe bringt Reallohnerhöhung

Wien (GBH/ÖGB). "Nach harten Verhandlungen konnte mit dem Vertragspartner der Bundesinnungen der Baunebengewerbe ein neuer Kollektivvertrag mit einer Reallohnerhöhung abgeschlossen werden", stellte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Bau-Holz und ÖGB Vizepräsident Johann Driemer im Namen des gesamten Verhandlungsteams der Gewerkschaft Bau-Holz fest.++++

Es wurde eine Laufzeit von zweimal 12 Monaten, jeweils beginnend mit 1. Mai, vereinbart. In der ersten Etappe werden die KV-Löhne und Lehrlingsentschädigungen um 2,1 % erhöht, in der zweiten Etappe um weitere 2,1%.

In der zweiten Etappe wird der Lohn zusätzlich auf den nächsten vollen Cent aufgerundet.

Vereinbart wurde auch die Parallelverschiebung, d.h., die bestehenden Überzahlungen bleiben aufrecht. Ausgenommen sind jene Bereiche, in denen auf Grund der Vereinheitlichung der Lohnkategorien Sondervereinbarungen getroffen wurden.

Im Rahmenkollektivvertrag wurden Verbesserungen bei den Kündigungsfristen vereinbart. Damit wurde ein weiterer Schritt in der Angleichung der Rechte der Arbeiter an die der Angestellten erreicht.

Für diejenigen ArbeiterInnen, die in die Regelung der Abfertigung neu übertreten wollen, wurde ein Rücktrittsrecht von einem Monat erreicht.

Sonderregelungen zur Angleichung an einen bundeseinheitlichen KV-Lohn wurden in den Innungsbereichen der Pflasterer Salzburg, der Glaser, Hafner, Platten- und Fliesenleger, Keramiker und Zimmermeister vereinbart.

ÖGB, 2. April 2003
Nr. 220

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