Noch einmal Bürokratie: Rückwirkende Abschaffung der Ambulanzgebühr als Lösung

Linz (OTS) - Das angekündigte Gesetz, wonach die Ambulanzgebühr mit 31. März endgültig abgeschafft werde, bedeutet für die OÖGKK und ihre Versicherten noch immer kein Ende dieses Kapitels. Denn wie es derzeit aussieht, müssen die Vorschreibungen für das zurückliegende Jahr noch verschickt werden. Mit einer rückwirkenden Abschaffung hätte sich dieser bürokratische Aufwand verhindern lassen.

Der nun vorgelegte Gesetzesentwurf zur Ambulanzgebühr bringt es mit sich, dass die Gebühr für die letzten drei Quartale des Vorjahres sowie das erste Quartal des laufenden Jahres noch vorgeschrieben werden muss, obwohl die Ambulanzgebühr wegen Unwirtschaftlichkeit aufgehoben wird. Dabei müssen etwa auch die in der letztgültigen Fassung enthaltenen umfangreichen Ausnahmeregelungen geprüft werden. Insgesamt muss die OÖ Gebietskrankenkasse für diesen Zeitraum eines Jahres rund 35.000 Vorschreibungen verschicken. Dazu kommen noch rund 40.000 Rückerstattungsfälle und Fälle von Einsprüchen, die bereits vorgeschriebene Ambulanzgebühren aus weiter zurück liegenden Zeiten betreffen.

Die OÖGKK muss das Gesetz - sollte es in der vorliegenden Form beschlossen werden - anwenden und die Gebühr für Ambulanzbesuche vor dem 1. 4. 2003 vorschreiben. Mit einer rückwirkenden gesetzlichen Abschaffung der Ambulanzgebühr könnten der bürokratische Aufwand sowie die mutmaßliche Verärgerung bei den Adressaten der Vorschreibungen verhindert werden. Wir ersuchen Sie daher, Ihre Leserinnen und Leser darüber zu informieren, dass - sollte die gesetzliche Regelung so umgesetzt werden - noch die Ambulanzgebühren für vier Quartale vorgeschrieben werden müssen.

Rückfragen & Kontakt:

OÖ Gebietskrankenkasse
Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: (0732) 7807 - 2610

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GKO0001